Früherer steirischer Diözesanbischof Kapellari feiert 80. Geburtstag
Graz/Wien (APA) - Der frühere Diözesanbischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari, feiert am Dienstag, 12. Jänner seinen 80. Geburtstag. Wie sch...
Graz/Wien (APA) - Der frühere Diözesanbischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari, feiert am Dienstag, 12. Jänner seinen 80. Geburtstag. Wie schon traditionell, wünscht der im Jänner 2015 zurückgetretene steirische Oberhirte keine Feierlichkeiten. Am 14. Jänner wird Kapellari aber mit der Präsentation seines neuesten Buches „Schritte zur Mitte“ im Grazer Augustinum geehrt.
Das jüngste Buch umfasst laut Diözese Graz-Seckau Predigten, Ansprachen und auch den Hirtenbrief zu seinem Rücktritt am 28. Jänner 2015. Darin wird in einer Chronologie versucht, die synthetisierende Kraft des „Katholischen“ in Gesellschaft, Kultur und Politik kenntlich zu machen und das Bemühen um „Schritte zur Mitte“ in jeden von Bischof Kapellari geführten Diskurs einzuweben. Eine Art Feier für den in Graz ansässigen Kapellari gibt es dennoch - am 21. Jänner wird er - wie schon früher oft - einen Tag im Johannes von Gott Pflegezentrum in Kainbach östlich von Graz verbringen. Abends wird er dort mit karitativ herausragenden Priestern wie Alfred Jokesch, Armenpfarrer Wolfgang Pucher, dem jahrelang in Brasilien u.a. in der Gefängnisseelsorge tätigen Günther Zgubic und mit den betreuten Menschen und ihren Helfern Gottesdienst feiern.
Der am 12. Jänner 1936 im obersteirischen Leoben geborene Kapellari gilt als einer der längst dienenden Bischöfe Österreichs. Vier Jahre lang - von seinem 75. Geburtstag an - hatte der steirische Oberhirte Rom um eine „Entpflichtung“ ersucht. Papst Franziskus hatte dem dann entsprochen. Mit dem Datum der Veröffentlichung seiner Entscheidung beendete er seine 33 Jahre in der Leitung der Diözese Gurk-Klagenfurt und seit März 2001 der Diözese Graz-Seckau. Schon im Jänner 2011 habe er Papst Benedikt XVI. um Entpflichtung gebeten, dieser habe dieses Gesuch „nunc pro tunc“ („jetzt für später“) angenommen und zugleich seine Amtszeit um zwei Jahre verlängert.
Einige Zeit schien es so, als wäre Weihbischof Franz Lackner der logische Nachfolger, doch wurde dieser dann im November 2013 nach Salzburg als Nachfolger Alois Kothgassers berufen. Kapellaris Nachfolger wurde schließlich Wilhelm Krautwaschl.
Der Kirchenmann, in der Bischofskonferenz auch für Medienbelange zuständig gewesen, ist eifriger Publizist und Verfasser von an die 15 Büchern. Sein Auftreten war nie lautstark, aber stets bestimmt und von mehr als tagespolitischer Bedeutung. So verwahrte er sich stets gegen Vereinnahmungsversuche der Kirche durch Parteipolitik und widersetzte sich jeglicher religiöser Hetze.
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