Hurghada-Anschlag - Derzeit bis zu 1.300 Österreicher in der Region
Hurghada/Kairo/Wien (APA) - Nach dem Angriff auf Touristen in dem ägyptischen Badeort Hurghada, bei dem zwei Österreicher verletzt wurden, g...
Hurghada/Kairo/Wien (APA) - Nach dem Angriff auf Touristen in dem ägyptischen Badeort Hurghada, bei dem zwei Österreicher verletzt wurden, geht das Außenministerium davon aus, dass sich derzeit 1.200 bis 1.300 österreichische Staatsbürger in der Region rund um das Rote Meer aufhalten. Die Zahl der registrierten Österreicher in Hurghada liegt bei 335, wie Außenamtssprecher Thomas Schnöll am Samstag auf APA-Anfrage mitteilte.
In den nächsten Stunden soll nach Angaben des Ministeriums ein Team der österreichischen Botschaft in Kairo in Hurghada eintreffen, um das Ehepaar, das bei dem Angriff durch mutmaßliche Islamisten am Freitagabend verletzt wurde, zu betreuen. Bei einem Telefonat habe man hier aber bereits „sehr positive Signale“ erhalten, so Schnöll. Der Mann ist mittlerweile wieder aus der ärztlichen Behandlung entlassen worden. Die Frau hatte bei der Attacke eine Schnittwunde am Rücken davongetragen. Berichte, wonach auch die Tochter des Ehepaars bei dem Angriff in dem Hotel gewesen sein soll, konnte Schnöll nicht bestätigen: „Darüber wissen wir nichts.“
Neben der Versorgung der Verletzten will sich das Botschaftsteam auch der Betreuung verunsicherter Urlauber widmen - also logistische Unterstützung für Österreicher anbieten, die „allenfalls ausfliegen wollen“, erklärte Schnöll. Außerdem sei es dem Ministerium wichtig, sich ein „umfassendes Gesamtbild über die Sicherheitslage und den Tathergang“ zu machen. Auf Basis dessen könnte in der Folge eine Erhöhung der Sicherheitsstufe für Ägypten-Reisende erfolgen.
Derzeit gibt es für den Nordsinai und die Saharagebiete an den Grenzen zu Libyen und zum Sudan eine Reisewarnung. Im ganzen Land bestehe jedoch „erhöhtes Risiko von Terroranschlägen“ - auch an Touristenzielen. Urlauber werden zu „umsichtigem“ Verhalten aufgerufen, die Tourismuszonen sollen nicht verlassen werden. Für dringende Anfragen, vor allem im Zusammenhang mit einem Reiseantritt, hat das Ministerium die Telefonnummer: 0501150 4411 angegeben. Ägypten-Reisenden wird eine Reiseregistrierung ausdrücklich empfohlen.
Der Reiseveranstalter TUI berät derzeit über eine mögliche Kulanzlösung für Urlauber, die in den kommenden Tagen eine Reise nach Ägypten planen, wie Sprecherin Kathrin Limpel der APA sagte. Üblicherweise bieten Veranstalter in diesen Fällen eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung an.
Vom Ägypten-Spezialist Express Travel International (ETI) war am Samstagvormittag niemand für die APA erreichbar.
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