Zehntausende demonstrieren im Baskenland für Rechte der ETA-Häftlinge
Bilbao (APA/dpa) - Zehntausende haben in der nordspanischen Stadt Bilbao (Bilbo) erneut für die Rechte der rund 600 inhaftierten Mitglieder ...
Bilbao (APA/dpa) - Zehntausende haben in der nordspanischen Stadt Bilbao (Bilbo) erneut für die Rechte der rund 600 inhaftierten Mitglieder der baskischen Separatisten-Organisation ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit) demonstriert. Angeführt von Angehörigen der Häftlinge marschierten die Menschen am Samstagabend zum Platz Ernesto Erkoreka vor dem Rathaus im Zentrum der Stadt.
Auch Politiker, Sportler und Künstler beteiligten sich an dem Protest. Die Demonstranten prangerten vor allem die Unterbringung baskischer Gefangener fern ihrer Heimat an. „Nur wenn die Folgen des Konflikts beendet werden, wird auch der Konflikt zu Ende gehen. Die Rechte der Inhaftierten werden weiter verletzt“, sagte Joseba Azkarraga, ein Sprecher der Organisatoren. Auch kranke „Etarras“ würden hinter Gittern gehalten, meinten die Demonstranten, die auf Plakaten unter anderem „Frieden“ forderten.
Auch die im spanischen Baskenland (Euskadi) regierende PNV, die konservative, aber ebenfalls separatistisch orientierte Baskische Nationalistische Partei, fordert ein Ende der „Zerstreuungspolitik“. Vertreter der Regionalregierung nahmen allerdings nicht an dem Protest teil.
Die 1959 gegründete ETA hatte im Oktober 2011 einen Gewaltverzicht erklärt und seither keine Anschläge mehr verübt. Allerdings kam die Organisation der Forderung der Regierung in Madrid, alle Waffen abzugeben und sich aufzulösen, bisher nicht nach. Bei ETA-Anschlägen waren mehr als 800 Menschen getötet worden.
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