Hunderte Moscheen in Frankreich öffneten Türen für Besucher

Paris (APA/AFP) - Ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ haben an diesem Wochenende hunderte Mosche...

Paris (APA/AFP) - Ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ haben an diesem Wochenende hunderte Moscheen in Frankreich ihre Türen für Besucher geöffnet. Mit der Initiative wollte der Zentralrat der Muslime „den nationalen Zusammenhalt“ stärken und über die „wirklichen Werte des Islam“ aufklären, wie der Vorsitzende Anouar Kbibech sagte.

Neben Führungen und Diskussionen boten viele Moscheen den Besuchern einen „Tee der Brüderlichkeit“ an. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve besuchte am Samstag eine Moschee in Saint-Ouen l‘Aumone bei Paris. Nach den islamistischen Attentaten des vergangenen Jahres brauche das Land „mehr denn je den Einsatz aller Muslime in Frankreich“, sagte der Minister.

An dem Tag der offenen Tür am Samstag und Sonntag nahmen nicht alle der rund 2500 Moscheen und Gebetsräume in Frankreich teil, aber alle wichtigen, darunter auch die Große Moschee von Paris. In Frankreich herrscht insbesondere nach den Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten Angst vor weiteren Attacken. Nach der Anschlagsserie wurde in Frankreich der Ausnahmezustand verhängt. Rund 20 muslimische Gotteshäuser wurden durchsucht, mindestens drei wurden geschlossen.