US-Ski-Olympiasieger Bill Johnson mit 55 Jahren verstorben

Der Amerikaner, der bei der Olympia-Abfahrt in Sarajevo triumphierte, war nach einem Schlaganfall im Jahr 2010 ein Pflegefall.

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Bill Johnson bei der Olympia-Siegerehrung 1984.
© imago sportfotodienst

Portland (Oregon) – Der US-Skiverband trauert um Bill Johnson. Der Abfahrts-Olympiasieger von Sarajevo 1984 starb mit 55 Jahren in einem Pflegeheim in Gresham/Oregon. Dies bestätigte seine Mutter am Donnerstag der Zeitung „The Oregonian“. Johnson hatte 2010 einen schweren Schlaganfall erlitten, konnte danach kaum noch sprechen und richtig essen. 2013 kämpfte er nach einem Infekt um sein Leben.

„Er hat in den letzten drei Wochen die schlimmsten Schmerzen gelitten“, sagte seine Mutter DB Johnson-Cooper. Johnson hatte in Sarajevo als erster US-Amerikaner Olympisches Gold in einem Alpinbewerb geholt. Er siegte vor dem Schweizer Peter Müller und dem drittplatzierten Anton „Jimmy“ Steiner, der damit Österreichs einzige Medaille bei diesen Spielen holte.

Wenige Wochen zuvor hatte Johnson als 23-Jähriger bei der Abfahrt in Wengen den ersten seiner drei Weltcup-Siege gefeiert und danach angekündigt, nun auch Gold bei Olympia holen zu wollen. Für die Spiele in Calgary 1988 verpasste Johnson die Qualifikation, zwei Jahre später beendete der „Super-Gleiter“ seine Karriere.

2001 wagte Johnson im Hinblick auf die Winterspiele in Salt Lake City dann ein Comeback. Im Training zu den US-Meisterschaften stürzte er aber schwer und erlitt dabei schwere Hirnverletzungen. Er musste drei Wochen in ein künstliches Koma versetzt werden und litt danach an Folgeschäden. Unterstützt wurde er bei seiner Pflege auch von der Foundation von Franz Klammer, der Johnson im ersten Frust nach der Olympia-Abfahrt den Spitznamen „Nasenbohrer“ verpasste. (APA/AFP)


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