Myanmar wandelt 77 Todesurteile in Haftstrafen um

Bei einer weitreichenden Amnestie wandelte Myanmars Präsident die Todesurteile in Haftstrafen um. 101 Gefangene wurden entlassen.

Yangon (Rangun) – Myanmars Präsident hat 77 zum Tode verurteilte Häftlinge begnadigt. Bei einer weitreichenden Amnestie wandelte er die Todesurteile in Haftstrafen um. Das berichtete sein Büro am Freitag in der Hauptstadt Naypyidaw. 101 Gefangene wurden entlassen.

Darunter ist der Neuseeländer Philip Blackwood. Er war im März 2015 nach einer Reklame für eine Bar mit Buddha-Foto wegen Beleidigung des Buddhismus zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Nach Angaben von Menschenrechtlern sind unter den Freigelassenen 25, die wegen ihrer politischen Gesinnung in Haft waren. Die Behörden bestreiten, dass es politische Gefangene gibt.

Myanmar (Burma) war bis 2011 eine Militärdiktatur. Seitdem regiert Ex-General Thein Sein. Er hat Reformen in die Wege geleitet und Tausende vom Militärregime Eingesperrte freigelassen. Thein Seins Partei verlor im November die Parlamentswahl gegen die Partei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Das neue Parlament tritt am 1. Februar zusammen. Der Präsident räumt sein Amt Ende März. (APA/dpa)

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