Ölmarkt

Ölpreise steigen leicht an, OPEC-Appell an Nichtmitglieder

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Experten sehen allerdings noch keine Trendwende. Die OPEC betont man müsse die Probleme des weltweiten Überangebots gemeinsam angehen.

Singapur – Nach kräftigen Zuwächsen seit Donnerstag haben die Ölpreise auch am Montag weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete in der Früh 32,64 US-Dollar (30,2 Euro) und damit um 46 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 33 Cent auf 32,51 Dollar.

Im Verlauf der vergangenen Woche hatten die Ölpreise mit deutlich unter 30 Dollar den tiefsten Stand seit 2003 erreicht. Am Donnerstag und Freitag hatte es beim Öl den stärksten Preisanstieg binnen zwei Tagen seit August gegeben. Experten sehen aber dennoch keine Trendwende am Ölmarkt. Nach wie vor deuten die Nachrichten auf ein steigendes Angebot an Rohöl hin.

Zusammen gegen Ölpreis-Verfall

Die OPEC drängt ihr nicht angeschlossene Öl-Staaten zur Zusammenarbeit, um einen anhaltenden Verfall des Ölpreises zu stoppen. Man müsse das Problem des weltweiten Überangebots gemeinsam angehen, sagte der Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), Abdullah al-Badri, am Montag auf einer Konferenz in London.

„Wie man bei vergangenen Zyklen sehen konnte, steigen die Preise, sobald der Überhang kleiner wird.“ Das sei auch wichtig für Investitionen in neue Felder. „So, wie die Preise derzeit sind, ist klar, dass nicht alle der notwendigen künftigen Investitionen machbar sind.“

Die Chancen für ein eigenes OPEC-Krisentreffen stehen unterdessen offenbar nicht gut. Bisher unterstütze den entsprechenden Antrag von Venezuela nur ein Mitglied, sagte Indonesiens OPEC-Gouverneur Widhyawan Prawiraatmadja in Jakarta. Die Antworten der anderen Staaten stünden noch aus. Mehrere Golf-Staaten haben den Vorstoß zurückgewiesen.

Wegen des weltweiten Überangebots kostet Öl so wenig wie seit Jahren nicht mehr. Die OPEC, der derzeit 13 Staaten angehören, habe im vergangenen Jahr zwar zum Überangebot beigetragen, sagte Al-Badri. Der Großteil sei aber auf die Länder zurückzuführen, die keine OPEC-Mitglieder seien. (APA,dpa-AFX)