Leitbörsen in Fernost uneinheitlich - Tokio fester, Shanghai tiefer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Die fortgesetzten Schwankungen des Ölpreises auf sehr n...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Die fortgesetzten Schwankungen des Ölpreises auf sehr niedrigem Niveau sorgen weiter für Nervosität. Auf den chinesischen Festlandbörsen lasteten zudem Industriedaten. Die Kurse in Japan profitierten hingegen von guten Vorgaben von der Wall Street und erholten sich von ihrem Vortagesrutsch.

Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann deutlich um 455,02 Zähler oder 2,72 Prozent auf 17.163,92 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 191,65 Zähler (plus 1,02 Prozent) auf 19.052,45 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor hingegen weitere 14,23 Punkte oder 0,52 Prozent auf 2.735,56 Punkte, nachdem er bereits am Dienstag um mehr als sechs Prozent abgesackt war. Damit rutschte der Index auf ein neues 13-Monatstief.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit verschiedenen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 24.492,39 Zählern mit plus 6,44 Punkten oder 0,03 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 56,3 Zähler oder 1,11 Prozent auf 5.000,80 Einheiten.

Rückenwind lieferten in Tokio unter anderem Kursgewinne bei Autowerten. So prüfen der weltgrößte Autobauer Toyota und der Kleinwagenspezialist Suzuki Motor Medienberichten zufolge eine mögliche Partnerschaft. Eine Sprecherin von Toyota dementierte dies zwar auf Anfrage, die Anleger reagierten dennoch begeistert. Toyota-Aktien gewannen 3,80 Prozent. Der Kurs von Suzuki schoss sogar um mehr als 11 Prozent nach oben.

An Chinas Festlandbörsen trübten Daten zur Gewinnentwicklung heimischer Industrieunternehmen die Stimmung: Der Gewinnrückgang hatte sich im Dezember im Vergleich zum Vormonat beschleunigt. Die Kurse erholten sich im späten Handel aber spürbar. Der Markt suche nach den zuletzt starken Kursverlusten immer noch seinen Boden, sagte ein Händler mit Blick nach China. Für eine deutliche Trendwende brauche es mehr Maßnahmen der Regierung, um die Konjunktur anzukurbeln.

In China gab es einer Branchenbetrachtung die stärksten durchschnittlichen Kursrückgänge in den Bereichen Fluglinien und Energieunternehmen. Die Aktien von PetroChina konnten hingegen um 2,8 Prozent zulegen.

In Hongkong sprangen die Aktien des Kasinobetreibers in Macau, Sands China, um 6,5 Prozent hoch. Das Unternehmen steht laut Finanzinformationsdienst Bloomberg vor der Veröffentlichung der Viertquartalszahlen.

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