Südkorea-Exporte wegen gesunkener Nachfrage aus China eingebrochen
Seoul/Peking (APA/Reuters) - Südkoreas Exporte sind im Jänner wegen der Wirtschaftsabkühlung in China so stark zurückgegangen wie zuletzt vo...
Seoul/Peking (APA/Reuters) - Südkoreas Exporte sind im Jänner wegen der Wirtschaftsabkühlung in China so stark zurückgegangen wie zuletzt vor mehr als sechs Jahren. Die Ausfuhren seien um 18,5 Prozent eingebrochen, teilte das weltweit sechstgrößte Exportland am Montag mit. Es war bereits der 13. Monat in Folge, in dem die Exporte rückläufig waren.
Südkorea gehört zu den ersten Ländern weltweit, die ihre Exportdaten veröffentlichen. Die Zahlen schürten Sorgen, dass die exportabhängigen asiatischen Staaten vor einem weiteren Jahr mit Einbußen stehen. China ist für Südkorea der größte Markt. Die Ausfuhren in die Volksrepublik fielen im Jänner auf Jahressicht um 21,5 Prozent und damit so stark wie seit Mai 2009 nicht mehr. Laut südkoreanischem Handelsministerium ist damit die Talsohle noch nicht erreicht.
Die Aussichten sind nicht gut: Die chinesische Industrie ist auch zu Jahresbeginn geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für den Sektor sank im Jänner überraschend stark und zeigte sich so schwach wie seit etwa dreieinhalb Jahren nicht mehr.
Kommentare