Mit Arzl stellt der Bezirk die fünfte e5-Gemeinde
Photovoltaik, Nahwärmenetz und neue Straßenbeleuchtungen sollten das jüngste Mitglied der e5-Familie energieunabhängiger machen.
Von Alexander Paschinger
Arzl –Es regt sich was in der Klima- und Energiemodellregion Imst: Nach Mieming, Mötz, Roppen und Stams kommt jetzt eine fünfte Gemeinde aus dem Bezirk in die illustre Runde der so genannten e5-Gemeinden. Arzl trat nämlich einstimmig dem Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden bei, dem damit 29 Tiroler Orte angehören. Ein Grund für Energie-Referent LHStv. Josef Geisler, der Pitztaler Gemeinde einen Besuch abzustatten: Der Beitritt von Arzl sei „ein klares Ja zur Energieunabhängigkeit“, so Geisler.
Tatsächlich bemüht sich die Gemeinde auf verschiedensten Ebenen um das ThemaEnergie, wie der scheidende Bürgermeister Siegfried Neururer betont. Zum einen gibt es auf dem in Passivhausstandard errichteten Pflegeheim eine 20-kWpeak-Photovoltaikanlage. „Dort haben wir auch drei E-Bikes stationiert, die von den Bürgern ausgeliehen werden können“, so Neururer. Dazu kommen Pläne wie ein Nahwärmenetz für Schule, Kindergarten und das betreute Wohnen im ehemaligen Tirolerhof. Auf der Agenda steht auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, so der Dorfchef, der vor allem auch das Engagement von VBM Andreas Hute und seinem Wunschnachfolger GV Josef Knabl hervorhebt.
„Die e5-Gemeinden haben mit der Energie einen kompetenten Partner“, betont LHStv. Geisler und streicht auch die Vorteile durch die e5-Vernetzung hervor. Sigrid Sappinsky von der Energie Tirol ergänzt: „Man darf auch nicht vergessen, dass jede Entscheidung in der Gemeinde mit Energie als solches zusammenhängt.“
Als größte Energiepotenziale sieht Neururer die Photovoltaik und Erdwärme. „Wasserkraft haben wir im Ort keine, aber das ist eine Energieform, die in Tirol unbedingt genutzt werden muss.“
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