Hymnisch auf „Skin“: Farewell Dear Ghost nun ein Kollektiv - Popnews

Wien (APA) - *...

Wien (APA) - *

Aus eins mach vier: Ursprünglich als Soloprojekt von Philipp Szalay gestartet, hat sich Farewell Dear Ghost mittlerweile zur ausgewachsenen Band entwickelt. Als Quartett legt man am 12. Februar mit „Skin“ eine neue EP vor. „Es ist jetzt zu einem Kollektiv gewachsen, das hat sich extrem positiv auf den Sound ausgewirkt“, meinte Szalay gegenüber der APA. „Es wurde vielfältiger und organischer.“ Den vier neuen Stücken hört man das durchaus an, wobei immer noch ein sehr hymnischer Ansatz diesen Indie-Rock prägt. Im Vergleich zum Debüt darf allerdings sogar noch eine Spur mehr Pathos in Songs wie „Violet“ oder „All Of Me“ einfließen. Die EP sei letztlich „auch ein Versuch von uns, um sich heranzutasten und zu schauen, wie es gemeinsam funktioniert“, unterstrich Gitarrist Alex Hackl. Live ist das neue Material im Rahmen einer Tour mit Nada Surf u.a. am 20. April im Wiener WUK zu hören. Die eigentlich EP-Release-Show folgt dann drei Tage später in Graz.

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Elektropop aus Salzburg: Mynth haben nach der EP „Polar Night“ sowie etlichen Auftritten im ganzen Land ihr Debütalbum fertiggestellt. „Plaat II“ zeigt die Zwillingsgeschwister Giovanna und Mario Fartacek als bestens eingespieltes Duo, das mit einer unterkühlten Ästhetik punktet. Teils entwickelt sich dadurch nach und nach eine Sogwirkung, teils wird von vornherein auf sehr poppige Strukturen gesetzt. Dabei kann auch der Gegensatz zwischen den gurgelnden Beats und Giovannas heller Stimme immer wieder eigenwillige Effekte erzeugen. Das am 5. Februar erscheinende Album wird am selben Tag auch in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters vorgestellt, weitere Konzerte folgen im April.

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Hardcore-Feierlichkeiten: Am 2. März bietet das „Together Fest“ in der Wiener Arena eine kleine Zeitreise. Mit Gorilla Biscuits steht eine beinahe schon legendäre US-Band auf dem Programm, die Ende der 1980er nur wenige Jahre brauchte, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Melodiöser Hardcore mit ordentlichem Punch machten die selbstbetitelte Debüt-EP sowie das 25 Minuten „lange“ Album „Start Today“ schnell zu Genrefavoriten. Seit 2005 ist die Band um Gitarrist Walter Schreifels in unregelmäßigen Abständen wieder live zu erleben. In Wien werden sie zudem von Modern Life Is War und Touche Amore unterstützt - es ist also angerichtet.

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Düstere Visionen: Wenn Deafheaven und Myrkur zum gemeinsamen Konzertabend laden, scheint zusammenzufinden, was zusammengehört. Beide Acts haben in den vergangenen Monaten und Jahren mit extremer Musik für Furore gesorgt, es dabei aber nicht immer leicht gehabt. Besonders, da die US-Band sowie die dänische Musikerin mit Versatzstücken des Black Metal hantieren und diesen weiter drehen. Da wirft die Szenepolizei schnell kritische Fragen auf und reagiert mit einer Abwehrhaltung. Ob nun Hipster-Metal oder nicht, mit „New Bermuda“ haben Deafheaven im Vorjahr jedenfalls wieder ein sehr starkes Album zwischen progressiven Tönen und brachialer Gewalt vorgelegt. Und auch „M“, das Debütalbum von Myrkur, weiß mit einigen Besonderheiten und solidem Songwriting zu überzeugen. Am 28. März darf in der Wiener Arena also das Haupthaar geschüttelt werden - sofern vorhanden.

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Immer spannend, immer ungewiss: Im Hause Radiohead scheint sich langsam wieder etwas zusammenzubrauen. Erst kürzlich hat die britische Band um Frontmann Thom Yorke einige Festivalauftritte für den Sommer (u.a. beim Primavera Sound in Barcelona oder Open Air St. Gallen in der Schweiz) bestätigt, was sofort Spekulationen um ein neues Album angeheizt hat. Der bis dato letzte Tonträger der Gruppe, „The King of Limbs“, liegt schon wieder knapp fünf Jahre zurück. Eine offizielle Ankündigung gibt es aber natürlich nicht, was auch kaum zu erwarten ist. Radiohead haben sich gerade in den vergangenen Jahren als Anhänger von unkonventionellen Veröffentlichungswegen präsentiert und ihre Alben meist recht überraschend auf den Markt gebracht.

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Je nach Quelle bzw. Zählweise nähert sich Herman van Veen mit seinem neuesten Werk „Fallen oder Springen“ (Universal) unter Einberechnung aller Studio-, Live-, Kollaborations-, Kompilations- und Kinderalben in verschiedenen Sprachen der 200er-Marke, was seine Tonträgerveröffentlichungen betrifft. Die aktuelle Liedersammlung kommt klanglich relativ fluffig-pumpig weil synthetisch-elektronisch daher, natürlich sehr verhalten und dezent, aber die schmal arrangierten, spärlich instrumentierten Stücke sind diesmal klar im Hintertreff. Das Soundgewand, das stellenweise an das 1989er Werk „Blaue Flecken“ erinnert, ist wohl auch dem jungen, niederländischen Musiker Marnix Dorrestein geschuldet, der nicht nur einige Kompositionen beisteuerte, sondern auch den Synthesizer bediente. Der 70-jährige Van Veen, der heuer sein 50-jähriges Bühnenjubiläum auch mit drei Oktober-Auftritten in Österreich feiert, hat freilich nicht aufgehört, besorgt in die Welt zu schauen und mit der Leichtigkeit des geistreichen Poeten eingängige Textzeilen und Melodien zu drechseln. So singt er 14 Lieder lang über Depression und Älterwerden, Mütter und Großmütter, tote Freunde und bedingungslose Freundschaft sowie über Löcher im Käse und die Fliege am Pferdeapfel.