Handel wehrt sich gegen „Mondpreise“
Innsbruck – Konsumentenschützer kritisieren, dass bei Berechnung von reduzierten Preisen wie bei Schlussverkäufen üblich, „Mondpreise“ zugru...
Innsbruck –Konsumentenschützer kritisieren, dass bei Berechnung von reduzierten Preisen wie bei Schlussverkäufen üblich, „Mondpreise“ zugrundegelegt würden, die die Händler in Wirklichkeit nie verlangt hätten. Die Tiroler Wirtschaftskammer (WK) wehrt sich gegen diesen Vorwurf in einer Aussendung: „Diese ‚Mondpreise‘ kann sich heute in unserer transparenten Welt niemand erlauben. Die Konsumenten wissen genau, was welcher Artikel vorher gekostet hat und können sich im Internet nochmals darüber vergewissern“, teilte Peter Zelger, Obmann des Gremiums Handel mit Mode und Freizeitartikeln, und seine beiden Stellvertreter in der Tiroler WK mit.
Des Weiteren prangerte Nunu Kaller, Konsumentensprecherin von Greenpeace, Ressourcenverschwendung an. Da Konsumenten sich Sachen kaufen würden, die sie gar nicht brauchen, sagte sie. Dem entgegnet die Wirtschaftskammer, dass der „Konsument heutzutage sehr mündig und ständig mit Angeboten konfrontiert ist, sodass man ihm durchaus zutrauen kann, seinen Bedarf und seine finanziellen Möglichkeiten selbst zu beurteilen und auch auf die Ressourcen bezogen verantwortlich zu handeln“. Besonders junge Konsumenten würden das tun, so die WK.
Überhaupt sei das Angebot am Markt enorm und der Wettbewerb groß. Bleibe wie heuer das Winterwetter bis nach Weihnachten aus, gingen die Umsätze zurück. Diese könnten nur durch massive Preisreduzierungen ausgeglichen werden. Das drücke wiederum die Ertragslage und erschwere die Deckung der Kosten im Handel, heißt es in der Aussendung. (sas)
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