US-Börsen zur Eröffnung im Minus erwartet

New York (APA/dpa-AFX) - Verstärkte Sorgen um China haben die Laune der Anleger an der Wall Street zu Wochenbeginn wieder verschlechtert. Di...

New York (APA/dpa-AFX) - Verstärkte Sorgen um China haben die Laune der Anleger an der Wall Street zu Wochenbeginn wieder verschlechtert. Die schlechte Stimmung in Chinas herstellender Industrie hellte sich auch im neuen Jahr nicht auf. Der entsprechende staatlich ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel im Jänner auf den tiefsten Stand seit August 2012.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit 16.343 Punkten 0,75 Prozent unter sein Schlussniveau vom Freitag. In der Vorwoche hatte sich der weltweit bekannteste Aktienindex zwar um 2,3 Prozent erholt, verlor damit aber im Jänner dennoch 5,5 Prozent. Das war der höchste Monatsverlust seit August 2015.

Auf Unternehmensseite sollten Apple im Auge behalten werden. Der iPhone- und iPad-Hersteller arbeitet einem Bericht der „Financial Times“ zufolge an eigenen Geräten für die zukunftsträchtige Technologie der virtuellen Realität. Dabei können Nutzer meist mithilfe spezieller 3D-Brillen in virtuelle Welten eintauchen. In diesem Jahr kommt Technik für virtuelle Realität nach langer Entwicklung schließlich in den Alltag. Der von Facebook übernommene Pionier Oculus bringt demnächst seine Brille Rift auf den Markt. Auch Sony und der Smartphone-Anbieter HTC stehen mit ihren Geräten in den Startlöchern.

Zudem könnten Analystenstimmen bei eher dünner Nachrichtenlage für Bewegung sorgen. So hat die US-Investmentbank Morgan Stanley ihr Kursziel für die Aktien des Elektroauto-Pioniers Tesla von 450 auf 333 US-Dollar zwar massiv gesenkt, bleibt aber bei der Kaufempfehlung. Analyst Adam Jonas senkte in seiner Studie vom Montag wegen Verzögerungen die Absatzprognosen für das Model X und Model 3. Er verwies auch auf den niedrigen Ölpreis und stärker werdende Konkurrenz. Die Aktien fielen vorbörslich um mehr als 3 Prozent.

Auch Nokia-Aktien stehen im Blick. Sie gerieten im europäischen Handel nach der Beilegung des Patentstreits mit dem Smartphone-Marktführer Samsung schwer unter Druck. Marktteilnehmer halten die Schiedsgerichtsentscheidung für negativ für die Finnen und die Branche der Telekomausrüster.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA367 2016-02-01/15:09