Polizei Salzburg will mehr Präsenz an „Hot Spots“ zeigen
Salzburg (APA) - Die Polizei will in Salzburg ab sofort mehr Präsenz zeigen. 30 zusätzliche Beamte sind ab dem 1. Februar an „heiklen“ öffen...
Salzburg (APA) - Die Polizei will in Salzburg ab sofort mehr Präsenz zeigen. 30 zusätzliche Beamte sind ab dem 1. Februar an „heiklen“ öffentlichen Plätzen in der Stadt unterwegs. Die Exekutive will damit das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen - nicht zuletzt als Folge der Silvestervorfälle in Köln und Salzburg. Die Aktion allein auf Flüchtlinge zurückzuführen, greift für die Polizei aber zu kurz.
„Es hat zuletzt einfach eine Gesamtentwicklung gegeben, wo wir Bedarf zum Gegensteuern gesehen haben. Das betrifft aber auch die jetzt kommende Faschingszeit“, erklärte Polizeisprecherin Karin Temel. „Eine der Maßnahmen, die wir nun setzen, ist mehr Sichtbarkeit der Polizei.“ Die neue Einsatzeinheit wird dabei rund um die Uhr einsatzbereit sein. Schwerpunkte der Patrouillen sind vor allem der Salzburger Hauptbahnhof und benachbarte Viertel, die Innenstadt und der Bereich rund um die Flüchtlingsunterkünfte.
„Es ist nicht das Ziel, die Polizisten zu stark an die Büros zu binden. Sie sollen auf der Straße sichtbar sein“, betonte auch Polizeioffizier Harald Hofmann bei einem Pressetermin am Montag. Die Beamten sollen vor allem Ausweiskontrollen durchführen und bei Delikten einschreiten. Zugleich unterstützen sie ihre regulären Kollegen bei besonderen Vorkommnissen - etwa bei Raufereien unter Asylwerbern oder Alarmfahndungen nach Überfällen.
Die 30 Köpfe starke Einheit besteht nicht aus neu geschaffenen Stellen, die teilnehmenden Polizisten stammen aus Inspektionen im ganzen Bundesland. Die Maßnahme gilt zunächst im Februar, für den März laufen aber bereits die Planungen für eine Verlängerung. Ob - und wenn wie stark - die Kriminalität in der Stadt zuletzt überhaupt zugenommen hat, konnte Hofmann nicht sagen. „Wir bemerken zwar einen Anstieg bei den Eigentumsdelikten. Und an der Fortgeh-Meile am Kai hat auch die Zahl der Taschendiebstähle zugenommen. Konkrete Vergleichszahlen werden aber erst mit Erscheinen der neuen Kriminalitätsstatistik Ende März bzw. Anfang April vorliegen.“
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