Griechenland

Flüchtlingshelfer für Friedensnobelpreis vorgeschlagen

US-Schauspielerin Susan Sarandon setzte sich als erste international bekannte Persönlichkeit für die Rettung von Flüchtlingen ein.
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Drei Personen wurden von der griechischen Akademie der Wissenschaften wegen ihres Einsatzes für Flüchtlinge für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen – darunter Schauspielerin Susan Sarandon.

Athen – Die griechische Akademie der Wissenschaften hat drei Menschen stellvertretend für Tausende Flüchtlingshelfer für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Ausgezeichnet werden sollten die US-Schauspielerin Susan Sarandon, eine 85-jährige Griechin und ein 40-jähriger Fischer von der Insel Lesbos.

Sie sollten den Preis stellvertretend für die Einwohner der Inseln der Ostägäis und die dort tätigen internationalen Organisationen zugesprochen bekommen, sagte der Präsident der Akademie in Athen, Thanasis Valtinos, am Montag. Die Helfer hätten sich 2015 um Hunderttausende Flüchtlinge gekümmert.

Sarandon hatte sich als erste international bekannte Persönlichkeit für die Rettung der Menschen eingesetzt. Die betagte Militsa Lamvisi hatte spontan ein Flüchtlingsbaby mit einer Milchflasche gefüttert, damit sich die Mutter von der waghalsigen Überfahrt übers Meer aus der Türkei nach Lesbos etwas erholen konnte. Der Fischer Stratis Valiamos habe Dutzende Menschen aus den Fluten gerettet, schrieb die Akademie.

Zuvor hatte schon die Bürgerbewegung Avaaz die Einwohner der griechischen Inseln in der Ostägäis sowie die dort tätigen Flüchtlingshelfer aus aller Welt für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Einen entsprechenden Aufruf hätten bis 1. Februar mehr als 630.000 Menschen online unterzeichnet, stand am Montag auf der Seite der linksliberalen sozialen Bewegung. (dpa)