Europas Leitbörsen schließen mit Abschlägen

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte s...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 24,08 Einheiten oder 0,79 Prozent auf 3.021,01 Zähler. Enttäuschende Industriedaten aus China und den USA haben den europäischen Märkten den Wochenauftakt verhagelt.

Die chinesische Industrie ist im Jänner überraschend stark geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex sank von 49,7 im Vormonat auf 49,4 Punkte.

In den USA erhöhte sich der ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie im Jänner mit 48,2 Punkten nur geringfügig gegenüber Dezember (48,0 Punkte). Die Experten der Helaba hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 48,5 Zähler gerechnet.

Auch für die Eurozone wurde der entsprechende Indikator veröffentlicht. Der Einkaufsmanagerindex fiel zum Vormonat um 0,9 Punkte auf 52,3 Zähler. Marktbeobachter schenkten den Daten aus Spanien und Italien mehr Aufmerksamkeit, da es für diese Länder keine Vorabschätzungen gab. Während sich die Stimmung der Industrie in Spanien im Jänner unerwartet stark aufgehellt hat, hat sie sich in Italien deutlicher als erwartet eingetrübt.

Auf Unternehmensebene hat Europas größter Billigflieger Ryanair seinen Gewinn im Weihnachtsgeschäft mehr als verdoppelt. Das Nettoergebnis sei im Quartal zu Ende Dezember auf 103 Mio. Euro gestiegen von 49 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die irische Fluggesellschaft mit. Der Umsatz sei um 17 Prozent auf 1,33 Mrd. Euro geklettert. Ryanair legten 5,45 Prozent auf 14,50 Pence zu.

Das verstaatlichte spanische Geldhaus Bankia hat seinen Gewinn trotz hoher Rechtskosten gesteigert. Der Überschuss legte 2015 um knapp 40 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zu, wie Bankia am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten hingegen einen Gewinnrückgang erwartet. Die konjunkturelle Erholung im Land sorgte dafür, dass weniger Kredite platzten. Die Papiere zogen in Madrid 2,19 Prozent auf 0,934 Euro an.

Im Streit mit den US-Behörden über hauseigene Handelsplattformen (Dark Pools) stehen Barclays (minus 1,72 Prozent) und Credit Suisse (minus 2,56 Prozent) kurz vor einem Vergleich. Wie Behördenvertreter am Sonntag sagten, zahlen die beiden Institute dafür insgesamt 154,3 Mio. Dollar (141,3 Mio. Euro). Demnach gibt Barclays zu, gegen Gesetze verstoßen zu haben und akzeptiert einen unabhängigen Aufseher. Dieser soll einen ordnungsgemäßen Ablauf bei der Plattform Barclays LX sicherstellen.

Der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia hat seinen Patentstreit mit dem Konkurrenten Samsung beigelegt. Dank der Schlichtungsvereinbarung würden die Erlöse um Hunderte Millionen Euro steigen, teilte Nokia am Montag mit. Nokia rasselten dennoch 11,29 Prozent auf 5,855 Euro nach unten. Marktteilnehmer halten die Schiedsgerichtsentscheidung für negativ für die Finnen und die Branche der Telekomausrüster.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.140,96 -21,46 -0,99 2.162,42 Frankfurt DAX 9.757,88 -40,23 -0,41 9.798,11 London FT-SE-100 6.060,10 -23,69 -0,39 6.083,79 Paris CAC-40 4.392,33 -24,69 -0,56 4.417,02 Zürich SPI 8.604,92 -5,78 -0,07 8.610,70 Mailand FTSEMIB 18.485,95 -171,34 -0,92 18.657,29 Madrid IBEX-35 8.788,50 -27,30 -0,31 8.815,80 Amsterdam AEX 429,68 -1,60 -0,37 431,28 Brüssel BEL-20 3.488,53 2,31 0,07 3.486,22 Stockholm SX Gesamt 1.342,43 -13,89 -1,02 1.356,32 Europa Euro-Stoxx-5 3.021,01 -24,08 -0,79 3.045,09

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Euro-Stoxx 321,42 -1,52 -0,47 322,94 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA466 2016-02-01/18:04