Burgenländische Gemeinde stimmt für Griechisch-orthodoxes Kloster

St. Andrä am Zicksee (APA) - In der nordburgenländischen Gemeinde St. Andrä am Zicksee soll das erste orthodoxe Kloster Österreichs entstehe...

St. Andrä am Zicksee (APA) - In der nordburgenländischen Gemeinde St. Andrä am Zicksee soll das erste orthodoxe Kloster Österreichs entstehen. Gegen das Vorhaben regte sich jedoch Widerstand in der Bevölkerung, weshalb eine Bürgerbefragung durchgeführt wurde. Am Montagnachmittag stand das Ergebnis fest: 433 Bewohner stimmten für das kirchliche Projekt, 398 votierten dagegen, sieben Stimmen waren ungültig.

Nach der Übergabe eines Grundstücks durch die katholische Diözese Eisenstadt als Geschenk an die Griechisch-orthodoxe Kirche in Österreich 2014 schien die Gründung des Heiligen Maria Schutz Kloster des heiligen Paisios vom Berg Athos unter Dach und Fach. Auf einem 7,6 Hektar großen Grundstück, von dem jedoch nur ein geringer Teil verbaut werde, sollen sich die Mönche niederlassen, so Bürgermeister Erich Goldenitsch (SPÖ) zur APA. Gegner begannen allerdings, rund 300 Unterschriften zu sammeln.

Im Gemeinderat wurde entschieden, die Bevölkerung in Form einer Bürgerbefragung in die Entscheidung mit einzubinden. Von Freitag bis Montag hatten die Bürger von St. Andrä Zeit, ihre Stimme abzugeben. 64,46 Prozent der Bewohner haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, berichtete Goldenitsch.

Das Ergebnis werde man nun im Gemeinderat besprechen. Dann wolle man „mit der orthodoxen Kirche in Kontakt treten und grünes Licht geben, dass sie das Projekt ausarbeiten können zur Einreichung“. „Nachdem die Bürger vier Tage Zeit gehabt haben und die Möglichkeit, teilzunehmen, haben wir ein demokratisches Ergebnis, das wir im Gemeinderat akzeptieren. Daher werden wir dem Willen der Bevölkerung auch Folge leisten“, sagte der Ortschef.