Im Internet mit heimischen Produkten durchstarten
Im neuen „Onlineshop Kitzbüheler Alpen“ sollen heimische Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Ware anzubieten.
Von Verena Mühlbacher
St. Johann i. T. –Seit zwei Jahren reifte die Idee von Regio3-Geschäftsführer Stefan Niedermoser, eine Online-Plattform für heimische Firmen anzubieten, wo Produkte verkauft werden können. Den geeigneten Ansprechpartner fand man im Team des Ortsmarketing St. Johann, das ebensolche Ideen verfolgte. Somit gibt es nun ein Leader-Förderprojekt, das einen Internetshop für heimische Einzelhändler ermöglicht – ohne große Investitionen und Risiken. Die monatliche Gebühr liegt für das Basispaket im Förderprogramm bei 85 Euro, dieses Geld kann 1:1 in Werbeleistungen in den Medien der Moser Holding eingelöst werden.
Seit einigen Monaten befindet sich das Angebot auf shop.tirol in der Umsetzung, die ersten Unternehmen sind schon online. „Derzeit haben wir 13 Händler“, erklärt Dunja Ascari vom Ortsmarketing, die Interessenten vom ersten Gespräch bis zum fertigen Online-Shop betreut. Bis im Sommer sollen die zwanzig Händler aus dem Bezirk zusammen sein, dann stellt man auf die Subplattform „Onlineshop Kitzbüheler Alpen“ um. Das Förderprojekt wird von regio³ als Antragsteller vorangetrieben, bei der Umsetzung bedient man sich des Wissens vom Ortsmarketing.
„Wir wollen mit dem Projekt kleine Handelsbetriebe unterstützen“, erklärt Marije Moors das Ziel. Ein Online-Shop ist für diese Firmen oftmals sehr schwierig, die hohen Einstiegskosten sowie die technischen Herausforderungen schrecken ab. Beim Förderprojekt werden diese Schritte abgenommen, jedoch ist die Händlerzahl mit dreißig Plätzen begrenzt. Das Projektvolumen liegt bei 120.000 Euro für die kommenden zwei Jahre. Interessierte aus dem ganzen Bezirk können mitmachen. „Der Händler hat seinen eigenen Online-Shop, die Plattform ist das Zuckerl“, erklärt Moors und ergänzt, dass die Werbung für die Plattform ebenso inkludiert ist. Gestartet ist das Pilotprojekt nun im Bezirk Kitzbühel, Signale gibt es laut Geschäftsführer Niedermoser bereits von anderen Regionen.
Mit im Boot ist auch die Wirtschaftskammer. „Bei bäuerlichen Produkten hat sich das Ja zu Tirol schon sehr eingeprägt, nun soll sich das Bewusstsein für Regionalität im Handel stärken“, erklärt Peter Seiwald, Wirtschaftsbundobmann und bereits Nutzer der neuen Plattform mit seinem Unternehmen. Bei den Bestellungen gibt es auch die Funktion des Abholbuttons, die Ware kann direkt im Geschäft abgeholt werden. „Für mich ist es aber auch eine Präsentationsplattform“, schildert Unternehmer Seiwald.
Anfangs stand man vor der Wahl, selbst ein System zu entwickeln oder auf Bewährtes zurückzugreifen, für Zweiteres hat man sich entschieden. Nun setzt man auf die Partner Coolshop und Moser Holding.
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