Wohnprojekt sorgt für Aufregung
Die Umwidmung für eine Wohnanlage der Westendorfer Golferrichtergesellschaft wurde zurückgezogen.
Von Harald Angerer
Westendorf –Nach wie vor sorgen in Westendorf Vorgänge um den Golfplatz für viele Emotionen. So auch jetzt wieder wegen eines geplanten Wohnprojekts der Golfplatzerrichter. Auf einem Grundstück neben dem Golfplatz soll eine Wohnanlage mit insgesamt neun Wohnungen entstehen. Dies war schon bei der Planung des Golfplatzes so vorgesehen.
Bereits im November des Vorjahres beratschlagte der Gemeinderat über das Projekt, sowohl im Dezember als auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstagabend waren die Mandatare nun damit beschäftigt. Stand erst die Widmung auf der Tagesordnung, wurde diese wieder entzogen und nun noch einmal mit den Betreibern verhandelt. „Wir haben nach unserer Kritik im Dezember mit den Golfplatz-Gesellschaftern gesprochen und eine Lösung erzielt“, sagt Vizebürgermeister Johann Steixner.
Das Wohnprojekt ist dazu gedacht, die Golf-Gesellschaft zu entschulden und damit auch die Haftung der Gemeinde Westendorf in dem Projekt zu verringern. Das Vorhaben soll an die 900.000 Euro in die Kassen der Gesellschaft spülen. Diskussionen kamen auf, als Gerüchte in Westendorf die Runde machten, dass die Golfplatzbetreiber sich selbst Wohnungen dort kaufen würden, möglicherweise sogar zu einem günstigeren Preis. Deshalb hat man sich nun auf eine Vorgangsweise geeinigt. Die Erdgeschoßwohnungen sollen zu einem Preis von 4300 Euro pro Quadratmeter für drei Monate ausgeschrieben werden, mit einer Einheimischen-Klausel. Der Preis ist an jenen eines benachbarten Wohnprojektes orientiert. Sollte in dieser Zeit kein passender Bewerber gefunden werden, können die Wohnungen günstiger verkauft werden. Auch wurde ausverhandelt, dass der aus dem Verkauf gewonnene Überling nur für die Sportanlage des Golfplatzes verwendet werden kann, also nicht für das Hotel oder das Clubhaus.
„Für die Gesellschafter ist diese Vorgangsweise kein Problem, wurde mir versichert“, sagt Bürgermeister Anton Margreiter. Der Widerruf der Widmung bleibt damit aufrecht. Eine neuerliche Entscheidung wurde verschoben. „Damit soll sich dann der neue Gemeinderat auseinandersetzen und diese Entscheidung treffen“, sagt GR Peter Pirchl. Dazu soll dann auch ein Gesellschafter eingeladen werden, damit dem neuen Gemeinderat das Projekt genau erklärt werden kann.
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