Imst

Ubuntu in Imst: Die Saat der Güte ist aufgegangen

An der HTL Imst werden fächerübergreifend Themen von Ubuntu erarbeitet. Michael Tschallener, Patrizia Hafele und Fidelis Lentsch (v.?l.) arbeiten an Figurengruppen für den SOS-Themenweg.
© Hauser

Vor zehn Jahren ist die Kulturinitiative, die eng mit dem Kinderdorf verwoben ist, gegründet. Es geht dabei um achtsames Miteinander.

Von Markus Hauser

Imst –Vor zehn Jahren wurde die Kulturinitiative Ubuntu ins Leben gerufen und die Saat, welche ein Mehr von Mit- und Füreinander hervorbringen sollte, ist voll aufgegangen und treibt die schönsten Blüten. Das Wort ubuntu, ein Wort aus Afrika, bedeutet achtsames Miteinander, gegenseitiger Respekt, Menschenwürde und ist nicht nur an den Schulen im Raum Imst zur Tat geworden. Vor sieben Jahren ging man erstmals in die Schulen, wie etwa HTL, HAK, VS, NMS, Gymnasium, Sonderpädagogisches Zentrum oder Kindergarten, um das Soziale Lernen zu fördern und die Lebensphilosophie von Freundlichkeit, Güte, Fürsorge und Mitgefühl real umzusetzen.

Das von Gabi Schatz geleitete Imster Ubuntu-Forum wird inzwischen geradezu gestürmt. Selbst Schulklassen aus Deutschland nehmen an Führungen durch die Ausstellungen und an diversen Workshops teil. Inzwischen ist eine zweite Ausgabe von Arbeitsblättern mit Anregungen und fertigen Unterrichtseinheiten für die Grundschule erschienen, welche das Globale Lernen zum Schwerpunkt haben.

Schulbesuche stehen auf der Tagesordnung von Gabi Schatz, die über ihre Tätigkeit berichtet: „Ich besuche unter anderem regelmäßig die Schüler und Pädagogen der HTL Imst, wo fächerübergreifend Ubuntu-Themen erarbeitet werden. Darüber hinaus setzen wir uns mit der SOS-Kinderdorf-Geschichte bis zu SOS-Kinderdorf weltweit auseinander. Der SOS-Themenweg ist für die 3. Klasse aktuell ein großes Thema, wollen sich die Schüler doch aktiv an der künstlerischen Gestaltung des Weges beteiligen.“

Konkret ist es das Thema „Ich, das Kind“, mit dem sich Patrizia Hafele, Fidelis Lentsch und Michael Tschallener befassen. Am Beispiel eines realen Flüchtlingsschicksals haben sie Figurengruppen entworfen, welche in Holz bzw. Beton ausgeführt als Stationen auf dem sozialen Themenweg installiert werden sollen. Ziel der Zusammenarbeit mit den Schulen ist es, die sozialen Kompetenzen, Teamfähigkeit und den gegenseitigen Respekt zu fördern, sagt die Projektleiterin Schatz.

Wie viel Potenzial und kreative Ideen in unseren Kindern und Jugendlichen stecken, darüber gerät Gabi Schatz ebenso ins Schwärmen wie über das Engagement und die Bereitschaft der Lehrer, die Kinder zu fördern und sie mit technischem Know-how zu unterstützen. Der soziale Themenweg soll übrigens bis Juni fertig gestellt werden. Bis dahin und natürlich auch danach gibt es für Gabi Schatz noch viel zu tun – im Ubuntu-Forum und an den Schulen. Telefonische Vereinbarungen unter: 0699/14041263.