Russland lehnt Angriffsstopp in Syrien als Bedingung für Gespräche ab

Genf/Moskau (APA/dpa) - Im Syrien-Konflikt hat Russland einen Stopp von Luftangriffen in dem Bürgerkriegsland als Vorbedingung für Friedensg...

Genf/Moskau (APA/dpa) - Im Syrien-Konflikt hat Russland einen Stopp von Luftangriffen in dem Bürgerkriegsland als Vorbedingung für Friedensgespräche abgelehnt. „Damit zu rechnen, dass Ultimaten die Probleme lösen helfen, ist kurzsichtig und perspektivlos“, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

Für eine Feuerpause sei wichtiger, den Schmuggel über die syrisch-türkische Grenze einzustellen. „Ohne dies ist eine Waffenruhe wirklich schwierig“, betonte er bei einem Besuch in Oman. Syrische Regimegegner hatten bei den Friedensgesprächen in Genf einen Stopp von syrischen und russischen Angriffen gefordert. „Ich verstehe nicht, warum die Luftschläge aufhören sollen“, sagte Lawrow dazu.

Russland besitze im Unterschied zur US-geführten Koalition eine Zustimmung der Regierung in Damaskus zu seinem Militärengagement. „Die Angriffe werden nicht aufhören, bis die Terrororganisationen Islamischer Staat (IS) und Al-Nusra-Front besiegt sind“, betonte Russlands Chefdiplomat. Moskau sei grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der internationalen Koalition bereit.

Russland ist ein enger Partner von Präsident Bashar al-Assad und fliegt seit September Angriffe in Syrien. Ziele sind nach westlicher Darstellung nicht nur IS-Stellungen, sondern auch gemäßigte Rebellen.