Vucic: Serbien kann nicht zum „Flüchtlings-Parkplatz“ werden

Belgrad/Skopje (APA) - Serbien könne nicht zum „Parkplatz“ für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan werden, erklärte Serbiens Mi...

Belgrad/Skopje (APA) - Serbien könne nicht zum „Parkplatz“ für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan werden, erklärte Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vucic heute, Mittwoch, vor der internationalen Geberkonferenz für Syrien, die am morgigen Donnerstag in London stattfinden soll.

Vucic reagierte auf Medienspekulationen, wonach Serbien und Mazedonien einen Teil der Finanzmittel von Gebern erhalten könnten, um eine größere Anzahl von Flüchtlingen auf ihrem Gebiet unterzubringen.

„Dies ist nicht möglich“, sagte Vucic. Allerdings sei sein Land bereit, am Quotensystem der Europäischen Union teilzunehmen, auch wenn es kein Mitglied sei.

Alleine im Jänner wurden in Serbien etwa 60.000 Flüchtlinge registriert. In den landesweiten Aufnahmezentren gibt es laut offiziellen Angaben derzeit Quartier für 6.000 Flüchtlinge. Unterkünfte für weitere 3.000 Personen würden derzeit vorbereitet, verlautete diese Woche aus dem staatlichen Flüchtlingskommissariat.

Polizeidirektoren Österreichs, Sloweniens, Kroatiens, Serbiens und Mazedoniens kommen heute laut Medienberichten in Skopje zusammen, um die aktuellen Fragen der Flüchtlingskrise zu besprechen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Etwa 700 Flüchtlinge warteten am Mittwoch in einem Aufnahmezentrum bei der südmazedonischen Stadt Gevgelija auf ihre Weiterreise auf der Flüchtlingsroute. Sie wurde durch den anhaltenden Streik von lokalen Taxifahrern verhindert, die dagegen protestieren, dass Bahn und Bus bei der Flüchtlingsbeförderung bevorzugt werden. Mazedonien erklärte sich bereits im Vorjahr bereit, etwa 2.000 Flüchtlinge vorläufig aufzunehmen.