Russland und Norwegen im Streit um Asylbewerber einig

Oslo/Moskau (APA/dpa) - Russland und Norwegen haben im Streit um die Rücknahme von abgelehnten Asylbewerbern eine Einigung erzielt. Ein Unte...

Oslo/Moskau (APA/dpa) - Russland und Norwegen haben im Streit um die Rücknahme von abgelehnten Asylbewerbern eine Einigung erzielt. Ein Unterhändler des norwegischen Justizministeriums sagte am Mittwoch nach Gesprächen in Moskau, Russland habe zugestimmt, Asylbewerber mit einer Aufenthaltserlaubnis zurückzunehmen. Das berichtete der Norwegische Rundfunk NRK.

Allerdings müssten diese Menschen mit dem Flugzeug nach Moskau gebracht werden. Eine Einreise über den Grenzübergang Storskog im Norden Norwegens werde nicht akzeptiert.

Die Situation an der norwegisch-russischen Grenze ist seit Monaten ein Zankapfel der beiden Länder. Rund 5.500 Flüchtlinge sind im Vorjahr über die sogenannte Polarroute nach Norwegen eingereist, mit dem Fahrrad, denn die russischen Gesetze untersagten die Grenzquerung zu Fuß.

Da viele der Flüchtlinge zuvor in Russland gelebt oder ein Aufenthaltsrecht hatten, entschied die norwegischen Regierung, diese Menschen auf demselben Weg nach Russland zurückzuschicken. 200 kehrten zurück, bis Russland vor knapp zwei Wochen die Ausweisung via Storskog stoppte.