Johan Simons - Theatermacher mit Hang zum Ruhrgebiet

Bochum (APA/dpa) - Für das Ruhrgebiet hat der niederländische Regisseur Johan Simons schon lange ein Faible. Vergangenes Jahr trat der renom...

Bochum (APA/dpa) - Für das Ruhrgebiet hat der niederländische Regisseur Johan Simons schon lange ein Faible. Vergangenes Jahr trat der renommierte Theatermacher die auf drei Jahre angelegte Intendanz der Ruhrtriennale an. 2017 soll der 69-Jährige nahtlos mit der Übernahme der Leitung des traditionsreichen Bochumer Schauspielhauses anschließen.

Eine Wohnung in Gelsenkirchen hat er schon, und in seine Heimat nahe dem holländischen Nijmegen ist es vom Revier auch nicht weit. Simons tourt als einer der profiliertesten Theatermacher seit Jahren durch Europa. Von 2010 bis 2015 führte der von Kritikern auch als „Regie-Großmeister“ bezeichnete Simons erfolgreich die Kammerspiele in München, zuvor war er Chef des belgischen Stadttheater NTGent.

Doch immer wieder zog es den vielfach ausgezeichneten Simons in den Ruhrpott. Zum ersten Mal sei er nach Bochum schon in den frühen 1980er Jahren wegen Claus Peymann gekommen, hatte er einmal in einem „Welt“-Interview gesagt. Bereits zu den Anfängen der Ruhrtriennale 2002 war Simons als Regisseur dabei und wurde für seine Inszenierungen von Arbeiterdramen gelobt.

Als Simons vergangenes Jahr selbst die Leitung des experimentellen Theater- und Musikfestivals übernahm, erregte er mit einer Pasolini-Adaption in einer monumentalen, halboffenen Kohlenmischhalle Aufsehen.

Der am 1. September 1946 im niederländischen Heerjansdam geborene Simons absolvierte eine Tanzausbildung und ein Schauspielstudium. Mit seiner Truppe Hollandia inszenierte er Stücke in der holländischen Provinz in Fabrikhallen, Ställen oder Kirchen.