Flüchtlinge - Frankreichs Behörden verbieten Pegida-Demo in Calais
Paris (APA/AFP) - Vor einer geplanten Kundgebung des französischen Ablegers der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung in der Hafenstadt Calais ...
Paris (APA/AFP) - Vor einer geplanten Kundgebung des französischen Ablegers der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung in der Hafenstadt Calais hat die Regierung ein umfassendes Demonstrationsverbot angekündigt. Die Präfektin der nordfranzösischen Region Pas-de-Calais solle alle Proteste untersagen, die eine Bedrohung für die öffentliche Ordnung darstellten, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch in Paris.
Das Verbot betreffe „alle Gruppen, die zu Spannungen, Spaltung und Gewalt aufrufen“, fügte Cazeneuve hinzu. Pegida sei eine „extremistische Gruppierung“, hieß es dazu aus der Präfektur Pas-de-Calais. Es drohten Zusammenstöße zwischen Angehörigen der rechtsradikalen und der linksradikalen Szene im Stadtzentrum.
In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais harren tausende Flüchtlinge aus Krisenstaaten wie Afghanistan, Syrien und dem Sudan aus. Die meisten von ihnen hoffen, auf Fähren oder durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. In einem als „Dschungel“ bekannten Flüchtlingslager in Calais lebten noch im Herbst rund 6.000 Flüchtlinge, derzeit sind es nach Angaben von Innenminister Cazeneuve noch 3800.
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