Flüchtlinge - Merkel kämpft vor Geberkonferenz um jeden Dollar
Berlin (APA/dpa) - Bei der Geberkonferenz in London für die notleidenden Menschen in Syrien und den Nachbarregionen werden die mehr als 60 t...
Berlin (APA/dpa) - Bei der Geberkonferenz in London für die notleidenden Menschen in Syrien und den Nachbarregionen werden die mehr als 60 teilnehmenden Staaten um jeden Dollar ringen. Endgültige Zusagen würden erst bei den Gesprächen am Donnerstag gemacht - es werde bis zur letzten Minute gesammelt und aufgerufen, mehr zu tun, verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel habe im Vorfeld zahlreiche Telefonate geführt, damit bei der Konferenz möglichst viel Geld zusammenkomme. Österreich will laut dem Bundeskanzleramt keine über die bisher bekannten 60 Millionen Euro hinausgehenden Zusagen machen.
Viele Staaten haben in der Vergangenheit Zusagen nicht eingehalten, sodass Tagesrationen für Flüchtlinge in Lagern gekürzt werden mussten. Nach UNO-Schätzung muss die Weltgemeinschaft am Donnerstag mehr als sieben Milliarden Euro aufbringen.
Die deutsche Bundesregierung wird nach Angaben von Diplomaten die deutschen Mittel für das Welternährungsprogramm und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR erheblich aufstocken, ohne andere Projekte zu kürzen. Das Geld komme aus den Etats des Auswärtigen Amtes und des Entwicklungsministeriums. Deutschland gehört zu den größten und verlässlichsten Zahlern. Nach unbestätigten Medienangaben soll die deutsche Hilfe von 1 auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt werden.
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