Nigerianischer Präsident warnt vor Zeitbombe in Libyen

Straßburg/Tripolis/Abuja (APA/AFP) - Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari hat angesichts der instabilen Lage in Libyen vor einer „Ze...

Straßburg/Tripolis/Abuja (APA/AFP) - Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari hat angesichts der instabilen Lage in Libyen vor einer „Zeitbombe“ gewarnt. Die Lage im Süden Libyens sei alarmierend, sagte Buhari am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg. Diese Situation werde sich zu einer „strategischen Zeitbombe für Afrika, aber auch für Europa“ entwickeln.

Die internationale Gemeinschaft müsse alles daransetzen, um eine dauerhafte Lösung der politischen Krise in dem nordafrikanischen Land zu erzielen. Im Süden Libyens gebe es keinerlei Staatsgewalt, erläutert Buhari vor den Europaabgeordneten. Die Region sei ein „Waffenbasar“ geworden, der die Sicherheit in der Sahel-Zone, aber auch in Nordafrika und darüber hinaus gefährde.

Libyen befindet sich seit dem Sturz des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahre 2011 im Chaos. Seit der Einnahme der Hauptstadt Tripolis durch Islamisten im Sommer 2014 streiten sich zwei Lager um die Macht. Zudem kontrolliert die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die 450 von Tripolis entfernte Stadt Syrte.