Kosmonauten führten Außenarbeiten an Raumstation ISS durch

Moskau (APA/dpa) - Bei einem mehrstündigen Außeneinsatz haben zwei russische Kosmonauten Geräte für Experimente an der Außenwand der Interna...

Moskau (APA/dpa) - Bei einem mehrstündigen Außeneinsatz haben zwei russische Kosmonauten Geräte für Experimente an der Außenwand der Internationalen Raumstation ISS angebracht. Nach rund viereinhalb Stunden schwebten Juri Malentschenko und Sergej Wolkow etwa eine Stunde früher als geplant durch die Schleuse wieder zurück an Bord der ISS, wie die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau am Mittwoch mitteilte.

Die beiden erfahrenen Kosmonauten testeten unter anderem ein spezielles Klebeband für künftige Reparaturarbeiten an der ISS. Zudem sammelten sie einen Behälter mit organischen und biologischen Stoffen ein. Auf der Erde sollen die Proben später chemisch, toxikologisch und mikrobiologisch untersucht werden.

Der Arbeitseinsatz im freien Weltraum verlief Berichten zufolge ohne Zwischenfälle. Ein Ausstieg von zwei US-Astronauten Mitte Jänner war aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden, weil sich ein Wassertropfen im einem der Helme gebildet hatte.

Zu Beginn des Einsatzes ließ Malentschenko eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben. Auf der Karte befanden sich 70.000 „Danke“-Nachrichten, die Russen anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai 2015 geschickt hatten. Die Aktion trug den Titel „SMS für ISS“.

Für Malentschenko war es der sechste, für Wolkow der vierte Weltraumspaziergang. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Engländer.