Deutsche Abfallfirma EEW wird für 1,4 Mrd. Euro an Chinesen verkauft
Hannover (APA/dpa) - Die bisher größte chinesische Investition in ein deutsches Unternehmen geht nach Niedersachsen. Die chinesische Holding...
Hannover (APA/dpa) - Die bisher größte chinesische Investition in ein deutsches Unternehmen geht nach Niedersachsen. Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Mrd. Euro. Das teilte der EEW-Mutterkonzern, der schwedische Investor EQT, am Donnerstag mit.
EQT zufolge handelt es sich dabei um die bisher größte chinesische Direktinvestition in ein deutsches Unternehmen überhaupt. Die Kaufsumme übertrifft die bisherigen Rekorde klar. Vor kurzem war bekanntgeworden, dass ChemChina, der größte Chemiekonzern aus dem Reich der Mitte, den Münchener Spezialmaschinenbauer KraussMaffei für 925 Mio. Euro erwerben will. Die zuvor größte Transaktion war der Kauf des Betonpumpenherstellers Putzmeister, der vom chinesischen Baumaschinenhersteller Sany Anfang 2012 übernommen wurde.
Der Verkauf der Helmstedter steht noch unter dem Vorbehalt der Wettbewerbshüter, die den Deal absegnen müssen. EEW hat nach eigenen Angaben 1.050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte. Selbst der Abfall des verbrannten Abfalls - größtenteils Schlacke - wird später weiter verwendet, vor allem im Straßenbau.
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