Klärwerk erzeugt Strom selbst
Im Gemeinschaftsklärwerk Kiefersfelden-Thiersee wurde in Umweltmaßnahme investiert.
Thiersee, Kiefersfelden –Auch fast drei Jahrzehnte nach seiner Eröffnung gilt das Klärwerk in der bayerischen Grenzgemeinde Kiefersfelden weiterhin als ein Musterbeispiel für gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit. So wird es von Kiefersfelden gemeinsam mit Thiersee betrieben, die Kosten im Verhältnis 60 (Kiefersfelden) zu 40 (Thiersee) geteilt. „Für uns ist diese Zusammenarbeit ein großes Glück, weil wir dadurch die Kosten für unsere Bürger geringer halten können“, sagt Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber.
Nun konnte Bürgermeister Gruber gemeinsam mit Thiersees Bürgermeister Hannes Juffinger und Klärwerkschef Sepp Goldmann die neueste „grüne Maßnahme“ vorstellen. Künftig wird im Werk das anfallende Gas nicht mehr abgefackelt, sondern zur Stromerzeugung genutzt. Neben dem Aspekt des Umweltschutzes „können wir damit an die 22.000 Euro Stromkosten im Jahr einsparen“, verkündet Goldmann, von dem laut Gruber die Initiative für die Einrichtung ausgegangen ist. Inklusive des Gebäudes, das von der Gemeinde auch für Lagerzwecke genutzt wird, wurden 300.000 Euro investiert, die Stromerzeugungsanlage kostet an die 180.000 Euro.
Thiersee beteiligt sich in erster Linie an der Gasturbine. „Der Vorteil ist, dass wir sie mit Methangas und Erdgas gleichzeitig betreiben können“, erklärt Goldmann.
Im Kiefersfeldener Klärwerk werden an die 700.000 Kubikmeter Abwasser pro Jahr gereinigt, die Anlage nahe dem Inn ist auf bis zu 15.000 Einwohnergleichwerte (EWG) ausgelegt. (wo)
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