Frankfurter Rentenmarkt tendiert schwächer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag einen Teil ihrer deutlichen Gewinne an den Vortagen abgegeben....

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag einen Teil ihrer deutlichen Gewinne an den Vortagen abgegeben. Am Markt wurde die bessere Börsenstimmung als Grund für die geringere Nachfrage nach sicheren Anlagen genannt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,30 Prozent auf 163,53 Punkte. Am Mittwoch hatte er ein Rekordhoch über 164 Punkten erreicht.

Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere sei von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,19 Prozent gestiegen, teilte die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mit.

An den Aktienmärkten sorgten vor allem positive Vorgaben aus den USA und Asien sowie die etwas stabilere Lage am Ölmarkt für Kursgewinne. Konjunkturdaten spielten im Vormittagshandel keine große Rolle. Am Nachmittag dürften Wirtschaftszahlen aus den USA Beachtung finden. Neben den wöchentlichen Daten vom Arbeitsmarkt werden Zahlen zur Produktivitäts- und Lohnentwicklung sowie Auftragsdaten aus der Industrie veröffentlicht. Zuletzt hatten amerikanische Konjunkturdaten in der Tendenz enttäuscht und so Zweifel an einer Fortsetzung der Zinsstraffung durch die US-Notenbank gesät.

Gegen Mittag richten sich zudem die Augen auf die britische Notenbank. Sie wird ihre Zinsentscheidung, die begleitende Mitschrift und den Inflationsbericht mit Wachstums- und Inflationsprognosen veröffentlichen. Außerdem wird Notenbankchef Mark Carney vor die Presse treten. Wegen der schwächeren Konjunktur auf der Insel wurden die Markterwartungen für die erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise deutlich nach hinten verschoben. Vereinzelt kamen sogar Zinssenkungsspekulationen auf.

Es gab 60 Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 0,37 Prozentpunkten. Dem standen sechs Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 0,04 Punkten gegenüber. Der Saldo der von der Bundesbank gehandelten Anleihen war ausgeglichen. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 141,61 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen