Tirol

Jugendliche begingen 65 Einbrüche

(Symbolfoto)
© Thomas Böhm

Innsbruck – Mitte letzten Jahres häuften sich im Raum Kufstein Einbruchsdiebstähle. Bald wurde den Kriminalisten klar, dass es sich um diese...

Innsbruck –Mitte letzten Jahres häuften sich im Raum Kufstein Einbruchsdiebstähle. Bald wurde den Kriminalisten klar, dass es sich um dieselben Täter handelte. Wurden an den Tatorten doch immer wieder Feuerlöscher versprüht. Ausgebuffte Profis, die mit dem Schaum Spuren verwischen wollten? Mitnichten. Nach fast 70 Einbrüchen konnten zwei 16-Jährige und ein 15-Jähriger dingfest gemacht werden, die mit Stemmeisen und Maurerkelle Geschäfte, Schulen und Schwimmbäder aufsuchten.

Als Grund für die Taten brachten die Burschen gestern vor dem Jugendgericht Langeweile und Geldnot vor. Auch zerrüttete Verhältnisse spielten eine Rolle, wobei der Drittangeklagte allerdings aus betont gutem Hause stammte. Aufgrund der Geständnisse und Angaben schienen dem Gericht letztlich 65 Einbrüche als gesichert.

Schon anhand der Zahl der Missetaten für die Richterin ein „trio infernale“: „Was ihr euch da geleistet habt, ist ein starkes Stück. Dabei habt ihr noch Glück. Durch die Strafgesetznovelle sank die Strafandrohung für die Delikte von fünf Jahren auf die Hälfte!“ Strafen von sechs Monaten bedingter Haft und 1440 Euro Geldstrafe bis zur Hälfte bedingten 1440 Euro ergingen. „Das nächste Mal geht es aber sofort in U-Haft. Ihr braucht ein Damoklesschwert!“, stellte die Richterin klar. (fell)

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