Sportpolitik: ASKÖ will von Doskozil Beseitigung der „Großbaustellen“

Wien (APA) - Die Bestellung von Hans Peter Doskozil (SPÖ) zum Verteidigungs- und Sportminister hat auch den Dachverband ASKÖ auf den Plan ge...

Wien (APA) - Die Bestellung von Hans Peter Doskozil (SPÖ) zum Verteidigungs- und Sportminister hat auch den Dachverband ASKÖ auf den Plan gerufen. ASKÖ-Präsident Hermann Krist ortete am Donnerstag „große Baustellen“ und forderte von seinem Parteifreund u.a. weniger administrativen Aufwand, die Realisierung des Sportstätten-Masterplans und eine wohldurchdachte Novelle des Bundes-Sportfördergesetzes.

Die Anpassung des 2013 neu beschlossenen Bundes-Sportfördergesetzes stehe im November an, erklärte Krist bei einem Pressetermin. Dabei seien der Bundes-Sportförderungsfonds selbst, die Bundessportkonferenz und die Bundes-Sportorganisation (BSO) „unter Zugzwang“, befand Krist. „Die müssen das so verbands- und vereinsfreundlich gestalten, dass der Sport nicht eine Hürde nach der anderen hat.“

So wünschte sich der Oberösterreicher vor allem weniger administrativen Aufwand für die diversen Fördernehmer. „Ich habe nichts gegen Evaluierung. Aber wir müssen uns beinahe zu Tode evaluieren, müssen das extern zukaufen. Da gehen Gelder verloren, und das braucht sehr viel Zeit“, monierte Krist. Zudem verursache die Registrierkassenpflicht in manchen Vereinen „regelrechte Panik“. Ähnliches gelte für die pauschalierte Reisekostenabrechnung, die jetzt auch im Gesundheits- und Breitensportbereich infrage gestellt sei.

In puncto Infrastruktur liege ohnehin vieles im Argen. „Der Sportstätten-Masterplan ist mir seit Minister Darabos (2009 - 2013) versprochen worden“, erklärte der 56-Jährige. Man müsse endlich wissen, wo in Österreich etwa Ballsporthallen gebraucht würden. „Da sollen Zuschauer hin, wir wollen die Lust am Sport ja nicht nur als Aktiver, sondern auch als Fan fördern.“

Die von Doskozil („Die Chancen sind gut wie nie“) am Mittwoch befeuerten Hoffnungen auf einen Neubau des Wiener Happel-Stadions teilt auch Krist. Wenngleich er auf die Realisierung „gespannt“ sei. Die Länder könnten sich dabei nicht aus der Verantwortung stehlen: „Beim Stadion brauchen wir einen nationalen Schulterschluss aller Bundesländer. Das ist ja ein nationales Anliegen, das ist das Stadion aller Österreicher. Wenn alle ihren Beitrag leisten, können wir ein pipifeines Stadion hinbauen.“