Air+Style: Nichts geht über eine Party-Safari
Die ausverkaufte Air+Style-Premiere in der Olympiaworld brachte zwar zu viel Föhn, aber dafür große Stimmung.
Von Tobias Waidhofer
Innsbruck –„Nein, jetzt regnet es auch noch.“ Der Kreischfaktor am gestrigen Nachmittag ist hoch auf der Brücke zur Indoor-Bühne. Aber auch am vermeintlichen Regenguss trägt der Föhn die Schuld. Immer wieder bläst der Wind den Schnee von der 42 Meter hohen Schanze. Regenschirm brauchen die 14.000 Zuschauer zum Glück keinen.
Und auch wenn der Wind das sportliche Programm gehörig durcheinanderwirbelt, tut das der Stimmung keinen großen Abbruch. Viele denken dabei wie die 14-jährige Michaela aus Innsbruck. Sie feiert ihre Air+Style-Premiere. Und es waren weniger die Boarder, die es ihr angetan hatten, als ein Rapper: „Ich freue mich vor allem auf Sido.“ Der Festival-Faktor lässt das Publikum noch ein bisschen jünger wirken als zuletzt am Bergisel.
Andere wie den 22-jährigen Andreas aus dem Zillertal beeindrucken eher die Leistungen der Boarder: „Ich springe selbst den ganzen Winter durch die Gegend. Aber das ist eine eigene Liga“, schüttelt er den Kopf.
In der Olympiahalle spielt zur selben Zeit die deutsche Rap-Combo Blumentopf. Ihre „Party-Safari“ zeigt Wirkung. Das neue Konzept – mehr Bands, mehr Rahmenprogramm – funktioniert.
Das sieht auch Organisator Andrew Hourmont so. „Es schaut gut aus. Drinnen ist alles voll. Bis jetzt hab’ ich nur positive Stimmen gehört.“ Und dann muss der gebürtige Waliser schon wieder weiter. Denn Superstar und Air+Style-Besitzer Shaun White will schließlich betreut werden.
Der Rotschopf zeigt sich volksnah, posiert für Selfies und schlendert über das Gelände. „Great“ findet er die neue Location. Großartig also.
Damit ist er nicht alleine. Das Gros der Stim-men ist positiv. Die Traditionalisten halten sich entweder zurück oder sie sind zuhause geblieben. Das Event siegt. Und die „Party-Safari“ ging bis in die frühen Morgenstunden weiter.
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