Hilfskonvoi erreichte belagerte syrische Stadt Muadamiya
Damaskus (APA/dpa) - Zum ersten Mal seit November ist in der von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Muadamiya ein Hilfskonvoi eing...
Damaskus (APA/dpa) - Zum ersten Mal seit November ist in der von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Muadamiya ein Hilfskonvoi eingetroffen. Lastwagen brachten Nahrung, Hygieneartikel und Medizin für mehr als 12.000 Menschen, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag erklärte. Es würden jedoch erheblich mehr Hilfsgüter benötigt, sagte IKRK-Sprecher Pawel Krzysiek.
Ihm zufolge sind in Muadamiya südwestlich von Damaskus laut Schätzungen rund 50.000 Menschen eingeschlossen. Tausende hätten über Stunden am Rande einer Pufferzone zwischen den Kriegsparteien gewartet, wo Nahrungsmittel verteilt worden seien. Die Hilfsorganisationen hätten am Mittwoch die Erlaubnis für den Transport erhalten, erklärte Krzysiek. Notwendig sei jedoch ein regelmäßiger Zugang zu dem Ort.
Muadamiya wird seit 2012 von syrischen Truppen belagert. Im August 2013 wurde der Ort Ziel eines Giftgasangriffes, für den der Westen das Regime verantwortlich macht. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitäre Angelegenheiten (OCHA) berichtete Ende Jänner, acht Menschen seien in Muadamiya mangels medizinischer Versorgung gestorben.
Laut dem Welternährungsprogramm (WFP) stehen in Syrien 18 Regionen unter Blockade. Syriens Opposition hatte bei den am Mittwoch vertagten Friedensgesprächen in Genf das Ende dieser Blockaden sowie weitere Hilfslieferungen für Notleidende gefordert.
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