Obama: Angst ist ein schlechter Ratgeber im Umgang mit Terrorgefahr

Washington (APA/AFP) - US-Präsident Barack Obama hat seine Landsleute aufgerufen, sich angesichts der Bedrohung durch die Jihadistenmiliz Is...

Washington (APA/AFP) - US-Präsident Barack Obama hat seine Landsleute aufgerufen, sich angesichts der Bedrohung durch die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nicht von Angst leiten zu lassen. „Angst kann uns dazu bringen, gegen jene auszuteilen, die anders sind“, sagte Obama am Donnerstag beim traditionellen Nationalen Gebetsfrühstück in Washington. Das „große Heilmittel“ für die Angst sei der Glaube.

Mit seinen Worten nahm Obama Bezug auf den Wahlkampf der Republikaner, in dem der Präsidentschaftsbewerber Donald Trump mit der Forderung nach einem pauschalen Einreiseverbot für Muslime für Empörung sorgte. Andere republikanische Bewerber verlangten, keine Flüchtlinge aus dem Irak oder aus Syrien aufzunehmen, weil sich unter ihnen potenzielle Anhänger der IS-Miliz befinden könnten.

Jedes Jahr versammeln sich der US-Präsident, Abgeordnete aus dem Kongress und andere Teilnehmer Anfang Februar zu dem Gebetsfrühstück, um über ihren Glauben zu sprechen. Am Mittwoch hatte Obama erstmals in seiner Amtszeit eine Moschee besucht. Bei seinem Auftritt in dem islamischen Gotteshaus in Baltimore kritisierte er die „unverzeihliche“ Rhetorik, mit der einige Politiker gegen Muslime Stimmung machen.