Syrische Armee macht auch im Süden Boden gut

Beirut (APA/Reuters/AFP) - Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben im Süden des Landes den Ort Ataman eingenommen. Bereits in der verg...

Beirut (APA/Reuters/AFP) - Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben im Süden des Landes den Ort Ataman eingenommen. Bereits in der vergangenen Woche hätte die Armee in der Provinz Deraa Boden gegenüber den Rebellen gutgemacht, berichteten der Hisbollah-Fernsehsender Al Manar und die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag.

Die Miliz der schiitischen Hisbollah kämpft an Seite des syrischen Regimes gegen Aufständische im Land. Auch die Angaben der Beobachtungsstelle sind nicht unabhängig überprüfbar.

Zuvor hätten russische Kampfjets Angriffe auf das Gebiet geflogen. Ataman ist ein strategisch wichtiger Ort, weil Rebellengruppen zuletzt von dort ihre Attacken auf die Stadt Deraa an der Grenze zu Jordanien lancierten. Das Stadtzentrum von Deraa ist aktuell unter Rebellenkontrolle.

Vor wenigen Tagen meldete die syrische Armee bereits Erfolge gegen Rebellenstellungen in der nordwestlichen Provinz Aleppo. Am Mittwoch eroberten Truppen des Regimes von Präsident Bashar al-Assad die Städte Nubul und al Zahraa und unterbrachen so die wichtigste Verbindungsroute der Rebellen zur türkischen Grenze. Auch hier wurde die Armee durch russische Luftangriffe unterstützt.

Die Opposition sowie zahlreiche westliche Staaten und die NATO werfen Russland vor, mit den Bombardierungen den Friedensprozess aufs Spiel zu setzen. Die Verhandlungen in Genf wurden am Mittwoch bis 25. Februar unterbrochen.