Einigung im Streit um Tennishalle
Schultz verpachtet Anteile der Tennishalle um 1 Euro jährlich an die Gemeinde, die in die Nachnutzung zu investieren hat.
Von Angela Dähling
und Eva-Maria Fankhauser
Kaltenbach –Das wohl längste Match in bzw. um die Tennishalle in Kaltenbach scheint nach mehr als 16 Jahren tatsächlich ein Ende gefunden zu haben. So lange hat man in der Gemeinde nämlich vergeblich versucht, die Nachnutzung zu regeln – ein schwieriges Unterfangen, weil die Gebäudeteile unterschiedlichen Eigentümern gehören.
Jetzt lässt BM Klaus Gasteiger aufhorchen mit der Information, die Gemeinde habe sich mit Heinz Schultz geeinigt. Der Unternehmer werde seine Anteile der Tennishalle um einen symbolischen Euro pro Jahr auf 27 Jahre an die Gemeinde verpachten. In den nächsten zwei Jahren muss die Gemeinde mit der Umsetzung der Nachnutzung starten, sonst erlischt der Vertrag.
Ein jahrelanger Rechtsstreit um die geplante thermische Sanierung, den Schultz gewann, war dieser Einigung vorausgegangen. Er wollte die Sanierung in geplanter Form nicht mitfinanzieren. Durch den neuen Pachtvertrag braucht Schultz nun in erforderliche Umbauten für die Nachnutzung nicht mitinvestieren. Gasteiger spricht von Rechtssicherheit, die man nun durch den Vertrag habe.
„Der Anwalt der Gemeinde und jener von Heinz Schultz haben am Nachmittag des 3. Februar zwei Stunden um Worte gerungen, dann wurde der Vertrag unterschrieben“, erzählt er. Am Abend desselben Tages wurde der Vertrag in der Gemeinderatssitzung verlesen und unter dem Tagesordnungspunkt „diverse Beschlüsse“ mit den acht Stimmen von Gasteigers Liste beschlossen. Die fünf ÖVP-Mandatare enthielten sich der Stimme. Sie reklamierten, mit dem Beschluss überrumpelt worden zu sein und dass sie den Vertrag nicht selbst in Ruhe lesen konnten. Gasteigers Idee ist es, ein regionales Jugendzentrum und ein Klettersportangebot umzusetzen sowie Kegelbahn und Gastroflächen zu reaktivieren.
Für Heinz Schultz ist der Vertrag ein Meilenstein: „Ziel ist es, für die Gäste und Einheimischen, insbesondere die Jugend, ein betreutes Zentrum zu schaffen.“ Auch in Sachen Parkplatz kam man auf einen grünen Zweig: „Sowohl die Gemeinde als auch die Bergbahn Hochzillertal stellen Gründe zum Parken zur Verfügung, die von der Bergbahn finanziert werden und von beiden gegenseitig genutzt werden können“, betont Schultz.
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