Ski alpin: Super-G-Kugeljagd wird in Jeongseon neu eröffnet

Pyeongchang/Jeongseon (APA) - Ähnlich wie in der Abfahrt präsentiert sich die Ausgangsposition im Super-G. Aksel Lund Svindal führt die Welt...

Pyeongchang/Jeongseon (APA) - Ähnlich wie in der Abfahrt präsentiert sich die Ausgangsposition im Super-G. Aksel Lund Svindal führt die Weltcupwertung überlegen an, kann wegen seiner in Kitzbühel zugezogenen Knieverletzung bei der Kugel-Vergabe aber nur noch zuschauen. Mit Matthias Mayer fehlt auch der aktuell bestplatzierte Österreicher. Topfavorit für das Rennen am Sonntag in Jeongseon ist der Norweger Kjetil Jansrud.

Svindal liegt als Sieger in drei der vier Saisonrennen mit 310 Zählern vor Andrew Weibrecht (USA/190), Disziplin-Titelverteidiger Jansrud (166), Dominik Paris (ITA/137) und Aleksander Aamodt Kilde (NOR/135), das Rennen um die Kugel ist also auch hier neu entfacht.

Hannes Reichelt hat 110 Zähler auf dem Konto, Marcel Hirscher und Vincent Kriechmayr je 108. Hirscher hat sich in den Abfahrtstrainings mit der neuen olympischen Piste vertraut gemacht, mit einer guten Super-G-Platzierung kann er seine Gesamtführung im Weltcup auf den Norweger Henrik Kristoffersen ausbauen, der seinen Asien-Trip auf die Japan-Rennen kommende Woche beschränkt.

Hirscher hofft deshalb auch auf eine gute Kurssetzung. „Die kann supergenial Kurve auf Kurve sein, aber kann auch eine Heizerpartie werden. Das hat wirklich der Kurssetzer in der Hand. Ich wäre auch mit einem Mittelding schon zufrieden“, sagte der Überraschungssieger des Super-G in Beaver Creek. Zuletzt in Kitzbühel wurde er 23., die Rennen in Lake Louise und Gröden bestritt er nicht.

Auch wenn er die Abfahrt am Samstag nicht fahren wird, bedeutet das für Hirscher nicht, dass er Pause macht. „Ich werde Riesentorlauf trainieren, auf dem Gelände von den Spielen 2018, das ist natürlich auch ein Zuckerl, das man sich jetzt irgendwo mit der mühevollen Anreise noch mitnehmen kann. Aber irgendwo sudern braucht man auch nicht, das gehört zu unserem Business dazu. Von dem her glaube ich, sind wir eine der wenigen, die es richtig machen“, nützte der vierfache Gesamtweltcupsieger die einzige Chance, vor den Winterspielen ins Olympische Revier zu kommen.

„Man lernt in den zwei Minuten Abfahrtstraining pro Tag einfach brutal viel. Es klingt komisch, aber man kann wirklich sehr viel mitnehmen. Es ist natürlich immer wieder ein Crashkurs“, sagte er nach dem Training auf der mit vielen Sprüngen angereicherten Strecke. Auch wenn es schwer vorstellbar sei, so könnten diese vier Minuten in zwei Jahren wichtig sein, denn dann wird Hirscher die Kombiabfahrt in Angriff nehmen.