Ban nennt mangelnden Fortschritt in Nahost „beschämend“

London (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die mangelnden Fortschritte bei den Bemühungen zur Beilegung des israelisch-palästinen...

London (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die mangelnden Fortschritte bei den Bemühungen zur Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts als „beschämend“ bezeichnet. Während einer vom Londoner Institut Chatham House veranstalteten Debatte antwortete Ban am Freitag auf eine Frage, er fühle sich deswegen „schuldig“.

Grundsätzlich sei es aber an den Führungen der Israelis und der Palästinenser, dem Konflikt ein Ende zu setzen. Er selbst arbeite „nicht für ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Politik, sondern für die Menschen in der Region“, sagte Ban weiter.

UN-Diplomaten zufolge hofft der Generalsekretär, den Nahostfriedensprozess vor dem Auslaufen seines Mandats Ende des Jahres wieder in Gang zu bringen.

Unlängst hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu Ban „Ermutigung zum Terror“ vorgeworfen. Der UN-Generalsekretär hatte neue Siedlungspläne Israels in den besetzten Palästinensergebieten als „provokative Maßnahmen“ bezeichnet und Verständnis für die „Verzweiflung“ der Palästinenser geäußert. Zugleich hatte er gesagt, dass „Terrorismus durch nichts gerechtfertigt“ sei.

Die Debatte fand in der Westminister Central Hall in London statt. Dort trat im Jänner 1946 die erste Generalversammlung der Vereinten Nationen zusammen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA518 2016-02-05/18:01