Europas Leitbörsen gehen mit Wochenverlust aus dem Handel

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag überwiegend mit Verlusten ins Wochenende gegangen. Der Euro-Stoxx-50 v...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag überwiegend mit Verlusten ins Wochenende gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 25,91 Einheiten oder 0,89 Prozent auf 2.879,39 Zähler und verbucht damit einen Wochenverlust von 4,74 Prozent.

Wegen der Ferienwoche in China hoffen einige Investoren auf eine Marktberuhigung für die kommende Woche. Allerdings haber der unklare Arbeitsmarktbericht aus den USA nicht gerade für Sicherheit gesorgt, hieß es am Markt. Denn die Zusammensetzung mit einem enttäuschend geringen Stellenaufbau aber einer fallenden Arbeitslosigkeit bringe Nervosität in den Handel. Zudem sind die Stundenlöhne mit plus 0,5 Prozent deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die US-Notenbank dürften insbesondere die Entwicklungen bei Löhnen und Arbeitslosenquote darin bestätigen, im laufenden Jahr doch die Zinsen anzuheben - dies wurde zuletzt von Börsianern immer stärker bezweifelt.

Am Vormittag hatten schon deutsche Konjunkturdaten enttäuscht. Dort hat die Industrie im Dezember weniger Aufträge erhalten, als erwartet. Die Bestellungen sind zum Vormonat saison-und arbeitstäglich bereinigt um 0,7 Prozent gefallen, Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Im November waren die Aufträge noch um 1,5 Prozent gestiegen.

Bei den Einzelwerten schlossen die Aktien von Daimler moderate 0,57 Prozent höher. Der Automobilhersteller hat trotz Abkühlung in China dort so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Die Volksrepublik ist inzwischen der größte Einzelmarkt für Daimlers Pkw-Geschäft.

Daneben schossen Rocket Internet nach der Bekanntgabe der Veräußerung von Essens-Lieferdiensten über 9 Prozent in die Höhe. Die Startup-Fabrik und ihr Essens-Lieferdienst Foodpanda trennen sich von lokalen Anbietern in mehreren Ländern.

Ebenso stiegen die Titel von BNP Paribas 1,49 Prozent. Die französische Großbank hat trotz eines schwachen vierten Quartals im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn eingefahren. Hingegen bauten ArcelorMittal ihre Verluste vom Vormittag auf über 5,53 Prozent aus. Die Stahlschwemme und die niedrigen Preise hatten den weltgrößten Stahlkonzern tief in die roten Zahlen gedrückt. Auch die Lufthansa-Titel fielen 0,46 Prozent, nachdem ein neuer Tarifvertrag mit den Flugbegleitern besiegelt worden war.

Außerdem profitierte Cancom von einer anhaltend guten Nachfrage im Cloud- und IT-Geschäft und steigerte Umsatz und Gewinn. Die Anteilsscheine des IT-Dienstleister gingen mit einem plus von 2,38 Prozent aus dem Handel.

~

Index Änderung Punkte Änderung Prozent Wien ATX 2.129,94 16,04 0,76 Frankfurt DAX 9.286,23 -107,13 -1,14 London FT-SE-100 5.848,06 -50,70 -0,86 Paris CAC-40 4.200,67 -27,86 -0,66 Zürich SPI 8.266,50 -43,04 -0,52 Mailand FTSEMIB 17.250,26 -375,78 -2,13 Madrid IBEX-35 8.499,50 31,40 0,37 Amsterdam AEX 413,94 -4,00 -0,96 Brüssel BEL-20 3.305,69 -42,73 -1,28 Stockholm SX Gesamt 1.330,11 -3,61 -0,27 Europa Euro-Stoxx-50 2.879,39 -25,91 -0,89

Euro-Stoxx 306,50 -2,82 -0,91 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA529 2016-02-05/18:26