Speed-Queen Vonn deklassierte die Konkurrenz auch in Garmisch
Lindsey Vonn feierte in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen ihren 76. Weltcupsieg. Österreichs Ski-Damen verpassten die Top Ten, waren allerdings froh, heil im Ziel angekommen zu sein.
Garmisch-Partenkirchen - Lindsey Vonn eilt in den schnellen Disziplinen im Ski-Weltcup weiter von Sieg zu Sieg. Auch am Samstag fuhr die US-Amerikanerin in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen in einer eigenen Liga und gewann 1,51 Sekunden vor der Schweizerin Fabienne Suter und 1,57 Sek. vor der Deutschen Viktoria Rebensburg. Für Vonn war es der 76. Weltcup-Sieg und der neunte in diesem Winter.
Während die 31-Jährige ihre Führung im Gesamtweltcup auf Lara Gut (SUI) auf 127 Punbkte ausbaute, setzte es für die österreichischen Damen eine herbe Niederlage. Auf einer herausfordernden Piste, die sich viel schneller und ruppiger als im Training am Donnerstag präsentierte, war Cornelia Hütter unmittelbar vor Elisabeth Görgl als Zwölfte ÖSV-Beste.
„Es war heute nicht einfach. Wir waren neun Sekunden schneller als im Training, die Piste war unruhig und auch der Kurs war nicht ganz gleich zu fahren“, analysierte Vonn im Ziel. „Nach ein paar Läuferinnen habe ich die Probleme gesehen, wusste, wo ich rund fahren muss. Man darf nicht immer alles riskieren, muss manchmal ein bisschen Tempo herausnehmen, um ganz vorne dabei zu sein“, verriet die 31-Jährige ihr Erfolgsgeheimnis. Dass der Vorsprung erneut so groß war, nahm Vonn mit einem Lächeln zur Kenntnis: „Ich weiß nicht, warum ich immer so schnell fahre. Ich will immer nur gewinnen. Mein Servicemann Heinz hat einen tollen Job gemacht - wir sind ein super Team.“
Die Österreicherinnen erwischten keinen guten Tag. Tamara Tippler, Ramona Siebenhofer und Stephanie Venier schieden aus, Cornelia Hütter und Elisabeth Görgl konnten schwere Stürze gerade noch vermeiden. Im rot-weiß-roten Lager überwog die Erleichterung, dass alle halbwegs heil im Ziel angekommen waren.
„Nach der Schrecksekunde, hats mir die Schneid abgekauft. Ich bin nicht mehr volles Risiko gegangen, dann kann man auch nicht vorne dabei sein“, erklärte Hütter ihren Rückstand. Auch Görgl atmete im Ziel durch: „Ein Dank an meine Fitness und meinen Willen. Nur so konnte ich einen Voll-Sturz verhindern.“
Am Sonntag steht bei den Damen in Garmisch noch ein Super-G auf dem Programm (11.00 Uhr). Kommende Woche schlägt der Weltcup-Zirkus in Crans-Montana (Schweiz) seine Zelte auf. (TT.com)
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