Kundgebungen gegen Fremdenhass in Dresden zu Pegida-Aktionstag

Dresden/Europa-weit (APA/dpa) - Hunderte haben sich am Samstag in Dresden einer Demo gegen den Aktionstag des fremden- und islamfeindlichen ...

Dresden/Europa-weit (APA/dpa) - Hunderte haben sich am Samstag in Dresden einer Demo gegen den Aktionstag des fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündnisses angeschlossen. Der Zug unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität“ sollte vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt führen. Er wurde von starken Polizeikräften begleitet, um befürchtete Zusammenstöße mit rechten Pegida-Anhängern zu verhindern.

Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei zunächst nicht. Im Rahmen eines Aktionstages gegen Muslime und Flüchtlinge haben Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) und andere rechtspopulistische Bündnisse und Parteien am Samstag europaweit zu Demonstrationen aufgerufen.

In Österreich soll ab 14.00 Uhr in Graz „gegen unkontrollierte Einwanderung“ demonstriert werden. Zwei Gegendemonstrationen sind angekündigt.

Die zentrale Kundgebung in Deutschland sollte am Nachmittag am Dresdner Königsufer stattfinden. Die Polizei rechnet mit etwa 25.000 Demonstranten auf beiden Seiten, darunter auch gewaltbereite.

Glaubensgemeinschaften, Bündnisse, Parteien und Gewerkschaften haben zum Gegenprotest aufgerufen. In der Früh hatte es in der Dresdener Synagoge einen Gottesdienst gegeben, mit dem die Jüdische Gemeinde ein Zeichen gegen Rechtspopulisten setzen wollte. In seiner Predigt stellte der Pfarrer der benachbarten Frauenkirche, Holger Treutmann, die Angst vor dem Fremden in den Mittelpunkt.