Analyse soll Rätsel um Auftraggeber der Himmelsscheibe lösen
Dieskau (APA/dpa) - Archäologen wollen herausfinden, ob in einem Fürstengrab in Sachsen-Anhalt der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra...
Dieskau (APA/dpa) - Archäologen wollen herausfinden, ob in einem Fürstengrab in Sachsen-Anhalt der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra gelegen hat. Helfen solle dabei eine Analyse von Grabbeigaben des 3.900 Jahre alten Hügelgrabs in Dieskau, sagte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Alfred Reichenberger, am Samstag.
Sollte die Zusammensetzung des Goldes der Grabbeigaben mit dem Gold auf der Himmelsscheibe übereinstimmen, sei es wahrscheinlich, dass es sich um das Grab des sogenannten „Vaters der Himmelsscheibe“ handle. „Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli vorliegen“, sagte Reichenberger. Für diesen Zeitraum seien auch weitere Grabungen in Dieskau geplant. In den Sommermonaten 2014 und 2015 hatte es bereits Nachgrabungen gegeben. Das Hügelgrab war um 1874 geplündert und Teile der goldenen Grabbeigaben verkauft worden. Fünf Stücke blieben erhalten. Sie befinden im Puschkin-Museum in Moskau.
Die Himmelsscheibe von Nebra entstand vor rund 4.000 Jahren. Sie war mehrere Jahrhunderte in Benutzung und wurde vor etwa 3.600 Jahren auf einem 252 Meter hohen Berg bei Nebra vergraben. Sie gilt als die älteste noch erhaltene konkrete Darstellung des Himmels und ist im Landesmuseum in Halle zu sehen.
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