Ausschreitungen bei Demonstration in Prag gegen Einwanderung

Prag (APA/dpa) - Bei einer mit der Pegida abgestimmten islamfeindlichen Kundgebung in Prag ist es am Samstag zu Ausschreitungen zwischen rec...

Prag (APA/dpa) - Bei einer mit der Pegida abgestimmten islamfeindlichen Kundgebung in Prag ist es am Samstag zu Ausschreitungen zwischen rechten Demonstranten und linken Gegendemonstranten gekommen. Es flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Polizei setzte mehrere Hundertschaften ein, um die beiden Gruppen zu trennen.

Rund 1.500 Islamgegner versammelten sich mit Spruchbändern wie „Nein zur Einwanderung - Stopp der Merkelisierung“ vor der Prager Burg, dem Präsidentensitz. „Der Islam ist keine Religion, das ist eine faschistische Ideologie“, wetterte einer der Demonstranten. Die Mobilisierung blieb hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück: Der Block gegen den Islam und die rechte Parlamentspartei Morgenröte - nationale Koalition hatten mit Tausenden Teilnehmern gerechnet.

Rund 400 Menschen nahmen an zwei Gegendemonstrationen gegen Hetzreden und für Solidarität mit Flüchtlingen teil. „Wir wollen gegen die wachsende Fremdenfeindlichkeit in der tschechischen Gesellschaft ankämpfen“, sagte der Gegendemonstrant Jaroslav. Andere hielten Spruchbänder hoch wie „Hass löst keine Probleme“ oder „Flüchtlinge sind willkommen“.