Flüchtlinge - Türkei verschärft Einreisebedingungen für Iraker

Ankara/Bagdad (APA/AFP) - Die Türkei hat ihre Einreisebedingungen für Iraker verschärft. Die Maßnahme sei ein Zeichen für die „Entschlossenh...

Ankara/Bagdad (APA/AFP) - Die Türkei hat ihre Einreisebedingungen für Iraker verschärft. Die Maßnahme sei ein Zeichen für die „Entschlossenheit im Kampf gegen illegale Einwanderung“, erklärte das Außenministerium am Samstag in Ankara. Bisher erhielten irakische Staatsbürger bei der Einreise ein 30-tägiges Visum direkt an der Grenze. Dieses System wurde nun abgeschafft.

Künftig profitieren von dieser vereinfachten Einreiseprozedur nur noch Iraker, die in einem Schengen-Staat, den USA, Großbritannien oder Irland ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis bekommen haben. Alle anderen müssen vor der Einreise ein Visum in einem türkischen Konsulat beantragen - elektronisch oder in Papierform.

Wann genau die neuen Regelungen in Kraft treten, war zunächst nicht klar. Die Türkei ist einer der Hauptanlaufpunkte für Flüchtlinge, die in die Europäische Union wollen. Allein aus dem Bürgerkriegsland Syrien hat die Türkei rund 2,7 Millionen Menschen aufgenommen. Weitere 300.000 irakische Flüchtlinge befinden sich in dem Land.

Die EU und die Türkei hatten im November einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise vereinbart. Ankara verpflichtete sich dabei, die ungeregelte Einwanderung in die EU zu stoppen. Dafür wurden der Türkei drei Milliarden Euro zugesagt, mit denen die Lebensbedingungen für die Syrien-Flüchtlinge in der Türkei verbessert werden sollen.