Problembank Monte Paschi sucht Partner für Reduktion fauler Kredite
Rom (APA) - Die italienische Problembank Monte Paschi di Siena (MPS) ist auf der Suche nach einem Partner für den Umgang mit notleidenden Kr...
Rom (APA) - Die italienische Problembank Monte Paschi di Siena (MPS) ist auf der Suche nach einem Partner für den Umgang mit notleidenden Krediten. Ziel sei eine Reduzierung der faulen Kredite im Wert von 26 Milliarden Euro, die die Bank belasten, ohne eine weitere Kapitalerhöhung beschließen zu müssen, betonte der CEO der toskanischen Bank, Fabrizio Viola, laut Medienangaben.
Der Manager berichtete, dass sich die Bank weiterhin nach Partnern für eine Fusion umschaue. Auch eine Übernahme durch einen stärkeren Investor sei nicht ausgeschlossen. Die Lage in der Bank, die in den letzten Wochen an der Mailänder Börse unter Beschuss geraten war, habe sich nach der Veröffentlichung der Jahresergebnisse stabilisiert, meinte Viola.
Monte Paschi hat dank Sondererträgen im vergangenen Jahr erstmals seit 2010 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Nettogewinn betrug 390 Millionen Euro, im Vorjahr hatte die Bank noch einen Verlust von 5,4 Milliarden Euro gemeldet.
Zuletzt stand Monte Paschi stark unter Druck. Einige Kunden zogen Gelder ab. Anleger reagierten verunsichert auf Spekulationen über zu hohe faule Kredite. Erst im Dezember hatte Monte dei Paschi ein Paket an notleidenden Krediten mit einem Buchwert von insgesamt rund einer Milliarde Euro an die Deutsche Bank verkauft. Ohne dieses Geschäft stieg das Volumen der faulen Kredite um 400 Millionen Euro - das schwächste Plus seit acht Quartalen.
Das Derivate-Geschäft hatte maßgeblich zur Schieflage der Bank beigetragen, die zudem hart von der Euro-Schuldenkrise getroffen wurde. Der Staat musste Monte Paschi mit Steuergeldern von mehr als vier Milliarden Euro vor der Pleite bewahren, die allerdings bereits wieder zurückgezahlt wurden.
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