Ski alpin: Das einzigartige Doppelleben von Snowboard-Star Ledecka

Garmisch-Partenkirchen (APA/dpa) - Mit der Entscheidung hatte Ester Ledecka in Garmisch-Partenkirchen nichts zu tun, und dennoch hat die Tsc...

Garmisch-Partenkirchen (APA/dpa) - Mit der Entscheidung hatte Ester Ledecka in Garmisch-Partenkirchen nichts zu tun, und dennoch hat die Tschechin am Kandahar-Wochenende für Furore gesorgt. Am Samstag fuhr die 20-Jährige am Samstag auf Platz 24 in der Abfahrt, am Sonntag belegte sie im Super-G eine Position dahinter. Eine Woche zuvor hatte sie noch über Rang drei gejubelt, allerdings nach einem Snowboard-Parallelslalom in Moskau.

Ledecka führt ein einmaliges Wintersport-Doppelleben, das mit WM-Gold im Snowboard-Parallelslalom 2015 den ersten Höhepunkt erlebte und dem am Wochenende mit ihrem Ski-Weltcup-Debüt ein weiteres Kapitel hinzugefügt wurde. „Ich kann das nicht beschreiben, ich weiß nicht, wie mir das gelungen ist“, sagte Ledecka, deren Familie in ihrer Heimat keine unbekannte ist: Ihr Vater Janek ist ein bekannter Sänger, ihr Großvater Jan Klapac wurde 1972 Eishockey-Weltmeister.

Mit nur einem Brett unter den Füßen ist Ledecka schon eine der besten Athletinnen der Welt, neben dem Weltmeistertitel gewann sie auch schon fünf Weltcups - unter anderem am 23. Jänner in Rogla. Fünf Tage davor war sie noch in Österreich im Ski-Europacup unterwegs.

„Es hat noch nie jemand versucht, in diesen zwei Sportarten top zu sein. Ich will die erste sein, die es schafft!“, sagte die Tschechin dem Schweizer „Blick“. Nach der Garmisch-Überraschung hat sie nun ein Ziel: Olympia 2018 in Pyeongchang - im Snowboard und im Ski alpin.