Flüchtlinge - Aufnahmezentrum in Nordmazedonien wird ausgeweitet

Skopje/Belgrad (APA) - Das Flüchtlingsaufnahme-Zentrum im nordmazedonischen Tabanovci wird laut heutigen Medienberichten in Skopje ausgeweit...

Skopje/Belgrad (APA) - Das Flüchtlingsaufnahme-Zentrum im nordmazedonischen Tabanovci wird laut heutigen Medienberichten in Skopje ausgeweitet. Wie das Internetportal „Plusinfo“ am Mittwoch berichtet, werden im Aufnahmezentrum Tabanovci an der Grenze zu Serbien nun 30 neue Container aufgestellt.

Die neuen Kapazitäten sollen es auch ermöglichen, Flüchtlinge, die eventuell aus Serbien abgeschoben werden, aufzunehmen. Über die Zahl der Flüchtlinge, die in Tabanovci künftig untergebracht werden könnten, macht das Internetportal keine Angaben.

Unbekannt ist auch die Zahl jener Flüchtlinge, die seit Jahresbeginn aus Kroatien nach Serbien abgeschoben wurden. Rados Djurovic vom Belgrader Zentrum für Asyl-Hilfe schätzt gegenüber der APA, dass es sich derzeit um keine allzuhohe Zahl handeln würde. Er erwarte allerdings einen weiteren Anstieg. Es handle sich dabei um Flüchtlinge, die nicht aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stammen, oder aber gefälschte Reisedokumente besitzen.

Seit dem Jahresbeginn wurden in Mazedonien an die 68.000 Neuankömmlinge registriert, die meisten haben im Balkanstaat nur wenige Stunden verbracht. Auch die derzeitigen Aufnahmezentren bei Gevgelija und Tabanovci, wo es derzeit Platz für 2.000 Personen gibt, sind nach Angaben der Behörden nicht für einen längeren Aufenthalt geeignet sein.

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Der Grenzübergang bei Gevgelija an der mazedonischen Grenze zu Griechenland wurde heute Mittwoch erneut von lokalen Taxifahrern blockiert. Der zweistündige Protest soll die Behörden dazu zwingen eine vorwöchige Einigung mit den Taxifahrern einzuhalten. Sie verlangen, dass die staatlichen Eisenbahnen den Flüchtlingstransport nur in der Nacht übernehmen, tagsüber soll er den Taxi- und Busunternehmen überlassen werden.

Nach Österreich und Slowenien hat auch Serbiens Arbeitsminister Aleksandar Vulin die Ankündigung des kroatischen Innenministers Vlaho Orepic über die Einführung von Direktzügen zwischen Mazedonien und Österreich bestritten. Vertreter der Polizei auf der Flüchtlingsroute hätten in der Vorwoche zwar darüber diskutiert, allerdings keine Entscheidung gefasst. Bevor so etwas passiere, müsste eine Vereinbarung auf weit höherer Ebene erzielt werden. Auch müssten vorher viele Fragen gelöst werden, meinte Vulin gegenüber den serbischen Medien.


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