Start für Schulreform und für Van der Bellen
Dass der Unterricht in der Modellregion für eine gemeinsame Schule bereits im Schuljahr 2017/2018 startet, dürfte sich nicht ausgehen. Doch ...
Dass der Unterricht in der Modellregion für eine gemeinsame Schule bereits im Schuljahr 2017/2018 startet, dürfte sich nicht ausgehen. Doch das Ziel, das sich die politische Steuerungsgruppe der schwarz-grünen Landesregierung gesetzt hat, ist ehrgeizig. Gestern tagte sie erstmals und definierte dabei den pädagogischen und rechtlichen Rahmen. Die Standortfrage stand nicht zur Debatte. Mit den inhaltlichen Fragen werden sich jetzt die Expertengruppen beschäftigen und bis nach Ostern eine erste Punktation vorlegen. „Wichtig ist uns auch die Einbindung der Schulerhalter, Systempartner, Lehrpersonen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler“, betonen die Mitglieder der Steuerungsgruppe LR Beate Palfrader (VP), NR Karlheinz Töchterle (VP), Klubchef Gebi Mair (Grüne) und NR Sigrid Maurer (Grüne).
SPÖ-Bildungssprecher LA Thomas Pupp kritisierte gestern einmal mehr die Blockadehaltung der AHS-Gewerkschaft. „Hier versucht eine Splittergruppe, Politik am Rücken der Kinder zu machen.“ Obwohl sich Pupp wünschen würde, dass Innsbruck eine Modellregion werden kann, setze er sich nach wie vor für eine gemeinsame Schule für alle 6- bis 14-Jährigen ein. „Mit verschränktem Unterricht, individueller Förde- rung, ganztägig“, so Pupp.
Ganz anderer Ansicht ist die FPÖ. Für Parteichef LA Markus Abwerzger ist Bildungslandesrätin Beate Palfrader (VP) unbelehrbar. „Die gemeinsame Schule ist ein Murks und wirkt sich negativ auf das österreichische Bildungssystem aus“, lehnt er die Einführung von Modellregionen ab. Kein Verständnis hat Impuls-Parteiobfrau LA Maria Zwölfer für die erneut aufgeflammte Debatte über die Besetzung der Bildungsdirektionen. „Die Auseinandersetzung über Postenbesetzungen können sich Bund und Länder sparen.“
Der in Tirol aufgewachsene Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen wird den Startschuss für das Sammeln der notwendigen 6000 Unterstützungserklärungen am 23. Februar in Tirol geben. Der Termin ist nicht zufällig gewählt, erwarten sich die Grünen von ihrem ehemaligen Parteichef auch Rückenwind für die Gemeinderatswahlen am 28. Februar. Eine Woche nach Van der Bellen wird übrigens SPÖ-Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer seinen ersten Tirol-Tag absolvieren.
Um den Frauenanteil in den Gemeindestuben zu heben, fordert SP-Frauensprecherin Selma Yildirim generell halbe-halbe: in der Politik, im Beruf und bei der unbezahlten Arbeit zuhause. „Partnerschaftliche Arbeitsteilung in allen Lebensbereichen und z.B. ein Angebot an Kinderbetreuung, das echte Vereinbarkeit ermöglicht.“ (pn)
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